<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199</id><updated>2012-02-16T11:12:14.470+01:00</updated><category term='literarische Texte'/><category term='Raus aus Facebook'/><category term='Posts'/><category term='culture guide'/><title type='text'>Zeitgenossinnen.ch</title><subtitle type='html'>Flanieren als Form geistiger Mobilität.

Weil nicht nur der Geist, sondern auch der Charakter dem Kampf gewachsen sein muss.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>30</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-5096551485919431163</id><published>2011-02-10T15:08:00.000+01:00</published><updated>2011-02-10T15:08:46.740+01:00</updated><title type='text'>Umzug</title><content type='html'>&lt;span style="font-size: large;"&gt;Ich bin am 10.02.11 umgezogen auf &lt;a href="http://michaela-egli.com/"&gt;http://michaela-egli.com&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-5096551485919431163?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/5096551485919431163/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2011/02/umzug.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/5096551485919431163'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/5096551485919431163'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2011/02/umzug.html' title='Umzug'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-5980268927338632674</id><published>2011-02-07T21:56:00.004+01:00</published><updated>2011-02-07T22:09:49.837+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Raus aus Facebook'/><title type='text'>Raus aus Facebook - Abschied vom Nichtabschied</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Nach meinem &lt;a href="http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2011/02/doch-noch-zur-glaubensfrage.html"&gt;Glaubensbekenntnis&lt;/a&gt; ist es nun vielleicht möglich, den letzten Teil dieser Strecke ohne grosse Argumentation zu formulieren, sondern in der einfachen assoziativen Form, wie diese Gedanken vor ziemlich genau einem Jahr zum ersten Mal in mir aufgetaucht sind.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;b&gt;Facebook sprengt Grenzen.&lt;/b&gt; Die räumlichen. Jeder Mensch auf dieser Welt, einmal getroffen, kann potentiell mein Freund sein, ständig präsent, mit seinem Leben da, wo ich bin. Facebook bringt deine Freunde dorthin, wo dein Leben ist.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;b&gt;Facebook sprengt Grenzen.&lt;/b&gt; Die zeitlichen. Die Menschen, die vergangenen Menschen dieser Welt können meine Freunde sein – mein Facebook-Leben lang, ständig präsent, mit ihrem Leben da, solange ich bin. Facebook bringt deine Freunde dahin, wann dein Leben ist.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;b&gt;Facebook sprengt Grenzen.&lt;/b&gt; Die zufälligen. Einmal getroffene Menschen, in die FB Datenbank eingetragen, rauben sie dem Zufall seine Macht, ob man sich wieder sieht oder nicht. Nehmen uns die Entscheidung ab, ob man jemanden wieder sehen will oder nicht, machen ihn unverbindlich potentiell erreichbar – jederzeit und überall.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dank Facebook können wir nicht nur überall in der Welt, sondern auch durch die ganze Zeit unseres Lebens nach gesehenen, getroffenen und verlorenen Menschen suchen, sie finden und festhalten. Entfernte Freunde werden zu nahen Freunden und bleiben es. Alte Freunde werden zu neuen Freunden und bleiben es. Die Nummer ist weg, wurde nicht erfragt, verloren, Adressbuch vergilbt, unleserlich, der Zug ist abgefahren. Facebook macht‘s möglich, diesen Zug irgendwo auf der Welt wieder aufzuspüren, ihn einzuholen und aufzuspringen. Die netten Menschen aus dem Ausland kommen in mein Zuhause. Ein dynamisches Abziehbild ihres Lebens bleibt für immer mein.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Facebook komprimiert die Ferne, die Nähe, die Vergangenheit und die Gegenwart auf eine Internetseite. Natürliche Grenzen sind keine mehr. Der ganze Raum, die ganze Zeit drängt sich in jeden verfluchten Tag unseres Lebens.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;b&gt;Kann das gut gehen??&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wie gesund ist es, die ganzen Bekanntschaften dieser weiten Welt täglich mit sich herum zu schleppen? Wie gesund ist es, die ganzen Bekanntschaften dieses Lebens in der Gegenwart zu horten? Muss man nicht auch einfach mal loslassen können? Der Vergangenheit übergeben, was ihr gehört, dem Zufall überlassen, was er bestimmen sollte? Ins Flugzeug steigen und die netten Menschen aus dem Ausland dort lassen wo sie sind, als &lt;i&gt;Nicht&lt;/i&gt;teil des eigenen Lebens? Im Leben weiter ziehen und alte Freundschaften als das belassen, was sie sind – eben alt? &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Facebook wird zum Sammelsurium unserer Erinnerungen. Für unsere Identitätsstiftung sind Erinnerungen unsäglich bedeutsam, sie schriftlich oder auch bildlich festzuhalten eine gute Möglichkeit unsere Identität zu festigen. Doch wie viel Erinnerung braucht der Mensch? Sollen Erinnerungen als lebende Bilder im Jetzt präsent sein? Und vor allem: Müssen Erinnerungen upgedatet werden?&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Ich hadere bei der Beantwortung all dieser Fragen. Mein Gefühl sagt mir, dass wir uns in eine komprimierte Vernetzung begeben, die uns im Moment zwar erfreuen mag, da sie Vieles erleichtert, uns aber in ferner Zeit zum Verhängnis wird, weil sie uns das Üben von essentiell menschlichen Fähigkeiten abnimmt, die für ein gesundes Leben erforderlich sind:&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;ul style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;li&gt;Den Mut jemanden anzusprechen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Das Wagnis sich auf Unbekanntes einzulassen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Das Vertrauen im Unkontrollierbaren zu finden.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Die Überwindung auch mal loszulassen.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Selbst wenn uns Facebook von nun an bis in alle Zeiten die ersten drei Punkte abnimmt und uns damit das Leben von nun an bis in alle Zeiten einfacher, von zu Hause aus regelbar macht, ohne dass wir dabei jetzt schon negative Auswirkungen bemerken, kommt in jedem Leben doch irgendwann der Tag, an dem es heisst: Abschied nehmen – und zwar für immer. Dann wird Facebook uns nicht mehr helfen können. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wie soll der Mensch an jenem Tag «Leb wohl» sagen können, wenn er sich in alltäglichen, vergleichsweise einfachen Situationen nicht mehr darin üben kann und muss? Wenn wir uns irgendwann daran gewöhnt haben, das ganze Leben auf einer Internetseite zu horten? Wenn wir uns bei den netten Menschen aus dem Ausland, den Freunden aus der Vergangenheit nicht mehr üben müssen, uns nicht mehr überwinden müssen «Lebe wohl» zu sagen, wie soll der Mensch da gewappnet sein, wenn es keinen anderen Weg mehr geben wird? &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Der Abschied für immer bringt uns an unsere menschlichen Grenzen – mit oder ohne Facebook. Grosse Teile unseres Verhaltens konzentrieren sich darauf, dieses Ereignis soweit als möglich in die Zeit voraus und in den Raum hinaus zu schieben, doch irgendwann werden all unsere Prothesen an ihre Grenzen kommen. Ich bin der Überzeugung, dass es Grenzen gibt, die wir akzeptieren müssen und dass es menschliche Fertigkeiten gibt, die wir erlernen müssen, auch wenn es im Augenblick gerade keinen Spass macht und es anders auch keine Konsequenzen zu geben scheint.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Ich fürchte mich vor einer Zeit, in der trauernde Menschen sich auf ihr Facebook-Profil einloggen und dem für immer verlorenen Menschen eine letzte Nachricht hinterlassen, im festen Glauben daran, dass sie ihn erreichen wird.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-5980268927338632674?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/5980268927338632674/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2011/02/raus-aus-facebook-abschied-vom.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/5980268927338632674'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/5980268927338632674'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2011/02/raus-aus-facebook-abschied-vom.html' title='Raus aus Facebook - Abschied vom Nichtabschied'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-8051954830791648478</id><published>2011-02-04T15:02:00.005+01:00</published><updated>2011-02-07T21:21:04.560+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Raus aus Facebook'/><title type='text'>Doch noch zur Glaubensfrage</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&amp;nbsp;Mir wurde mir letzthin eine fehlende Medienkompetenz unterstellt, da mir FB so viele Probleme bereite. Darauf muss ich natürlich reagieren.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Die Probleme, die FB mir akut bereitet, sind definitiv gering. Einmal, und dieses eine Mal habe ich im letzten Beitrag erwähnt, und niemals zuvor und nicht mehr danach. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Abgesehen von den vielen Malen, als ich mich ärgerte, wenn ich im FB Chat angesprochen wurde und abgesehen von damals, als sich mein Fotoabend über Israel erübrigte, weil die Bilder schon auf FB eigesehen worden sind. (Seit da habe ich es vermieden Fotos online zu stellen, habe also schnell gelernt.)&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Das Verständnisproblem meiner kritischen Betrachtung liegt gerade darin, dass&amp;nbsp; akut keine Problematik spürbar ist, mit Ausnahme der letzten Beispiele. Ich und auch kaum jemand sonst empfindet sein Leben als unglücklicher seit es FB gibt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Doch wenn man die meisten Beiträge auf diesem Blog über (m)ein spezifisches Menschenbild stülpt, wird die Problematik recht schnell recht gross. Mir ist bewusst, dass ich mit diesem Menschenbild ziemlich weit im Abseits stehe. Als unhaltbare Pessimistin bezeichnet, wenn ich über die populär Kultur wettere und als hoffnungslose Utopistin belächelt, sobald ich mich verteidigend über Dinge wie das Weltethos äussere. Und obwohl ich in der Erklärung über dieses Projekt geschrieben habe, dass ich über diese «Glaubensfrage» nicht streiten will, möchte ich nun doch einmal einen Versuch starten, mich, und damit auch viele meiner Beiträge, zu erklären.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Der bedeutendste Unterschied zwischen meiner und der (ich wage mal zu sagen) gängigen Betrachtungsweise des Menschen ist wohl der, dass ich den Status quo nicht als absolut ansehe und von ihm her ein Menschenbild für alle Zeiten definiere (das dann Attribute wie «egoistisch», «machthaberisch» oder «faul» beinhaltet), sondern mich an den positiven Ereignissen der Menschheitsgeschichte orientiere.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;b&gt;Die Rechtfertigung dahinter &lt;/b&gt;ist für mich einfach: Negative Ereignisse der Geschichte (allen voran der Zweite Weltkrieg) erschüttern uns zutiefst, während positive Ereignisse beinahe als selbstverständlich angenommen werden. Die Aufklärung, die Frauenbewegung, die Demokratisierung, die UNO, &amp;nbsp;um nur eine Auswahl zu bieten, lassen uns emotional kalt. Wäre der Mensch wirklich ein unbeschriebenes Blattpapier, das sowohl zum Schlechten als auch zum Guten bestimmt ist, müssten uns dann nicht die positiven Ereignisse genauso in emotionale Euphorie versetzten, wie die negativen uns erschüttern? Ich bin nicht der Ansicht, dass es gerechtfertigt ist zu sagen, dass der Zweite Weltkrieg so bedeutend mehr Elend gebracht hat, als die Demokratisierung uns Freiheit schenkte und doch sagt unsere emotionale Reaktion genau das. Zwar wird mit dieser Feststellung nichts darüber gesagt, was der Mensch tatsächlich ist und auch nicht zu was er fähig ist, doch sagt es ungemein viel darüber aus, was der Mensch will bzw. erwartet.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wenn ich ein Geburtstagsgeschenk erwarte und es dann erhalte, ist die Freude darüber niemals so gross, wie der Ärger, wenn die Erwartung nicht erfüllt wird. Wenn ich erwarte eine Prüfung gut zu bestehen, wird die Freude über die gute Leistung niemals den Frust aufwägen, sollte ich meine Erwartung nicht erfüllen. Wenn unser Nachbar seine Frau nieder metzelt, ist die Erschütterung ungemein grösser, als unser empathisches Glück, wenn er sie ein Leben lang wahrhaftig liebt. Kommt diese Erwartungshaltung des Menschen an den Menschen aus dem Nichts? Ich behaupte nicht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Dass der Mensch zu Schlechtem fähig ist, hat er in der Geschichte unzählige Male bewiesen. Doch dass er zum Guten fähig ist ebenso und dass wir das Gute wollen, zeigt unsere emotionale Reaktion auf all diese Ereignisse. Warum also das Gute tun? – Weil wir es wollen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Einmal den Glauben an ein positives Menschenbild gefunden, eröffnet sich dem «Gläubigen» unvermeidlich ein Problem: Wenn der Mensch gut sein soll, woher kommt dann die Aggression, die Faulheit, die Machtgiererei? Warum all die negativen Ereignisse in unserer Welt? Woher der Facebook-Wahn? Und darauf gibt es nur eine Antwort: Die Struktur. (Und allen Strukturen voran der Kapitalismus) Sie wird zum Feind, den es zu bekämpfen gilt. Sie ist es, die dem Menschen in seinem Innersten zuwider läuft und uns in den Wahnsinn treibt, ohne dass wir es merken. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Wenn der Mensch das Gute tun will, aber es nicht tut, dann darum, weil er es nicht kann. Weil etwas (eine unsichtbare Hand) ihn an der Entfaltung seines Potentials hindert, ihn auf Abwege treibt und ihn zu kompensatorischen Mitteln greifen lässt. Wenn ich also so gerne an allem Kritik übe, dann aus dem ungebändigten Glauben, dass der Mensch zu mehr fähig ist, als er sich zutraut, dass der Mensch unentdeckte Ressourcen in sich trägt, die gestillt werden müssen, dass der Weg des geringsten Widerstandes uns am Ende grössere Probleme bereitet, als wir uns denken können. Bedeutend dabei ist die Annahme – der maslowschen Bedürfnispyramide zum Trotz – dass der Mensch nicht nur physische sondern auch psychische Grundbedürfnisse in sich trägt, die befriedigt werden müssen. Selbstverwirklichung, Identitätsfindung und Anbindung an die Welt sind nicht die letzten, sondern die aller ersten Bedürfnisse auf derselben Höhe mit Essen, Trinken und Schlafen. Wird der Mensch in der Befriedigung seiner zwingenden Bedürfnisse gehindert, beschafft er sie sich und dies mit allen Mitteln.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Betrachtet man die Destruktivität, die in unserer Gesellschaft vorherrscht und geht dabei nicht davon aus, dass die Aggression an sich ein menschliches Bedürfnis ist, sondern einzig ein kompensatorisches Mittel (wie die Aggression ja auch in der Nahrungsbeschafftung nicht Selbstzweck ist), steht es um die Befriedigung unserer Grundbedürfnisse ziemlich schlecht. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Ganz rudimentär kann von dem Bedürfnis nach echter Identität oder auch von einem echten Bindungsbedürfnis ausgegangen werden (was doch wirklich nicht so abwegig ist), damit FB ziemlich schnell ins Visier der Kritik gerät. Welche Strukturen der populär Kultur heute dem guten Menschsein im Wege stehen und uns auf aggressive und zerstörerische Abwege bringen, ist die Frage, die mich herum treibt und die Ursache für meine FB Kritik. Es reicht hoffentlich, nur kurz zu erwähnen, dass die social media nur scheinbar, kompensatorisch, einen Beitrag zur Befriedigung solcher Bedürfnisse leistet.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Abschliessend soll gesagt sein, dass ich wahrscheinlich tatsächlich nicht wahnsinnig medienkompetent bin, weil ich mir all diesen Kram überlege. Denn zum darüber Nachdenken sind Medien definitiv nicht gemacht. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Klar ist, dass der Glaube an die moderne Zeit und der Glaube an den guten Menschen sich ausschliessen. Die positive Einschätzung des Einen geht immer mit der negativen Bewertung des Anderen einher.&amp;nbsp; Unklar bleibt mir allerdings, warum so viele ZeitgenossInnen den gängigen Weg wählen. Wahrscheinlich weil es der einfachere ist. Bisher habe ich mich davor gehütet, anderen dieses Menschenbild aufzudrängen (man beginnt dann gleich immer alles so eng zu sehen), doch im Grundsatz ist es ein «Glaube», der einen in der Entfaltung des eigenen Potentials nur weiter bringen kann und weshalb ich doch einmal die aufdringliche Empfehlung abgebe, sich in&lt;a href="https://www.books.ch/shop/action/pageableOverAllSearch?aUrl=90007790&amp;amp;pagerOffset=0&amp;amp;sort=3&amp;amp;facets=&amp;amp;searchId=0&amp;amp;pageLength=10"&gt; diese Schriften&lt;/a&gt; einzulesen. Ganz unter dem Motto eines wunderbaren Musils Zitats:&lt;/div&gt;&lt;blockquote style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;«dass wahrscheinlich auch Gott von seiner Welt am liebsten im Conjunctivus potentialis spreche[…], denn Gott macht die Welt und denkt dabei, es könnte ebensogut anders sein.»&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;b&gt;Und hier noch ein Auszug&lt;/b&gt; aus dem Nachwort «Über die Zwiespältigkeit der Hoffnung» in «Anatomie der menschlichen Destruktivität»&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Sadismus und Nekrophilie – die bösartigen Formen der Aggression – sind dagegen nicht angeboren [wie auf den vorangehenden 480 Seiten gezeigt wurde]; daher können sie beträchtlich reduziert werden, wenn die gegenwärtige sozioökonomischen Bedingungen durch andere ersetzt werden, die der vollen Entwicklung der echten Bedürfnisse und Fähigkeiten der Menschen günstig sind: Der Entwicklung menschlicher Eigen-Aktivität und schöpferischer Kraft als Selbstzweck. Ausbeutung und Manipulation andererseits erzeugen Langeweile und Trivialität; sie verkrüppeln den Menschen, und alles, was den Menschen zu einem psychischen Krüppel macht, macht ihn auch zum Sadisten und Zerstörer. &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;[…]&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;ich bin="" optimistisch=""&gt;'Ich bin optimistisch', was das Wetter betrifft. Ist jedoch mein Kind schwer krank und sein Leben in Gefahr, so würde es für sensible Ohren recht merkwürdig klingen, wenn ich sagte: 'Ich bin optimistisch'&lt;ich bin="" optimistisch=""&gt;, &lt;span style="font-size: small;"&gt;weil der Ausdruck in diesem Kontext gleichgültig und distanziert klingt. […] Was könnte ich dann aber sagen? Am passendsten wäre vielleicht, wenn ich sagte:&lt;ich am="" bleiben="" dass="" den="" glauben,="" habe="" kind="" leben="" mein="" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;" wird.=""&gt;'I&lt;/ich&gt;&lt;/span&gt;&lt;/ich&gt;&lt;/ich&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; line-height: 115%;"&gt;ch habe den Glauben, dass mein Kind am Leben bleiben wird'.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;ich bin="" optimistisch=""&gt;&lt;ich bin="" optimistisch=""&gt;&lt;ich am="" bleiben="" dass="" den="" glauben,="" habe="" kind="" leben="" mein="" wird.=""&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt; Aber 'Glauben'&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;glaube&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt; ist wegen seines theologischen Untertons heute ein fragwürdiges Wort. Trotzdem ist es immer &amp;nbsp;noch das beste, was wir haben, weil es etwas ungeheuer Wichtiges in sich schliesst, nämlich meinen &lt;/span&gt;leidenschaftlichen, intensiven Wunsch, dass mein Kind am Leben bleibt, weshalb ich alles nur Mögliche tun werde, um seine Genesung zu bewirken. Ich bleibe kein blosser Beobachter meinem Kind gegenüber, wie ich es wäre wenn ich nur &lt;optimistisch&gt; 'optimistisch'wäre.&lt;/optimistisch&gt;&lt;/glaube&gt;&lt;/ich&gt;&lt;/ich&gt;&lt;/ich&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;[…]&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Der Optimismus ist eine entfremdete Form des Glaubens, der Pessimismus eine entfremdete Form der Verzweiflung. &amp;nbsp;Wenn man auf den Menschen und seine Zukunft echt reagiert, das heisst mit Besorgnis und mit Ver-antwortung, dann kann man nur mit Glauben oder mit Verzweiflung reagieren.[…]&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Die meisten Menschen sind schnell bereit, den Glauben an eine Vervollkommnung des Menschen als unrealistisch abzutun; aber sie erkennen nicht, dass die Verzweiflung oft genauso unrealistisch ist. Es ist einfach zu s&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; font-size: small;"&gt;agen:&lt;der ein="" jeher="" mensch="" mörder.="" von="" war=""&gt; '&lt;/der&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Der Mensch war von jeher ein Mörder.&lt;/span&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Der Mensch war von jeher ein Mörder.' &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;der ein="" jeher="" mensch="" mörder.="" von="" war=""&gt;&lt;span style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif; font-size: small;"&gt;Aber diese Be&lt;/span&gt;hauptung ist nicht richtig und versäumt, die Kompliziertheit in der Geschichte der Destruktivität zu berücksichtigen.&lt;/der&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;[…]&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Die in diesem Buch vertretene Position ist die eines rationalen Glaubens an die Fähigkeit des Menschen, sich aus dem scheinbar verhängnisvollen Netz der Umstände, das er selbst geschaffen hat, zu befreien.[…] Dieser humanistische Radikalismus geht an die Wurzeln und damit an die Ursachen; er versucht den Menschen von den Ketten der Illusion zu befreien.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;[…]&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Glauben heisst wagen, das Undenkbare denken und dennoch innerhalb der Grenzen des realistisch Möglichen zu handeln; […]&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Die Situation der Menschheit ist heute zu ernst, als dass wir uns erlauben könnten, auf die Demagogen zu hören. […] Kritisches und radikales Denken wird nur dann fruchtbar sein, wenn es mit der kostbaren Eigenschaft des Menschen vereint ist – mit seiner Liebe zum Leben. &lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-8051954830791648478?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/8051954830791648478/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2011/02/doch-noch-zur-glaubensfrage.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/8051954830791648478'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/8051954830791648478'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2011/02/doch-noch-zur-glaubensfrage.html' title='Doch noch zur Glaubensfrage'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-8163282900522760410</id><published>2011-01-26T00:10:00.005+01:00</published><updated>2011-01-26T00:21:54.573+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Raus aus Facebook'/><title type='text'>Beziehungskisten</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;&amp;nbsp;&lt;i&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;&lt;span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"&gt;Dieser Post ist Part 2 vom Projekt "Raus aus Facebook", dessen Erklärung beginnt &lt;/span&gt;&lt;a href="http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2011/01/jkljl.html" style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;Zwei Erklärungen vorne weg, um mich vor Kritik zu hüten:&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;Die Ausführungen richten sich nicht an vertrauensvolle, bodenständige Beziehungen, die haben in diesem Beitrag nichts verloren.&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;Der Teil der folgenden Gedanken, welcher auf eigenen Erfahrungen und nicht auf Gehörtem oder empathisch Erschlossenem beruht, wird explizit preisgegeben und für den Rest wünsche ich mir keine fehlerhaften Interpretationen, was mein Privatleben anbelangt. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Wingdings;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;number one&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;Seit zwei Wochen war sie nun mit ihrem neuen Freund zusammen und er – welch ein Arsch – hat seinen Beziehungsstatus auf Facebook noch immer nicht geändert. Sie kocht vor Wut. Seine Ex, ja diese dumme Kuh, ist dafür noch immer in seiner Freunde-Liste. Natürlich hat sie auf ihrem Profil die aufreizendsten Bilder von sich veröffentlicht.&amp;nbsp; Ob er die insgeheim noch anschauen geht?&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;number two&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;Es war Schluss. Schon seit Wochen. Doch sein Facebookprofil übte noch immer eine ungeheure Anziehung auf sie aus. Es versprach ihr etwas Kontrolle über die Beziehung hinaus. Sie konnte weiterhin Teil von seinem Leben sein. Seine Fotos waren einmal ihre. Seine Informationen, Akivitäten – das war ihr Mann. Nun hatte sie insgeheim nicht mehr als sein Facebook-Profil – doch daran hielt sie sich fest.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;number thirteen&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;Lange fand er Facebook doof, doch eines Tages war der Reiz dann doch noch da. Warum wohl? Wen wollte er auf Facebook heimlich treffen, ohne dass sie davon Wind bekam? Nur per Zufall hatte eine Freundin ihn auf Facebook gefunden und es ihr verraten. Über ihr Profil, mit dem sie ihn als Freund geaddet hat, hatte sie die Kontrolle zurück und es blieb ruhig.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;&lt;b&gt;number forty&lt;/b&gt; &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;Die beiden hatten nicht mehr als eine Affäre. Doch vielleicht hatte er nebenbei noch eine andere? Vielleicht seine FB Freundin mit den langen blonden Haaren? Oder die mit den lächerlichen Fotos? Vielleicht auch die von der gleichen Universität? Sie suchte und suchte und suchte ein Indiz, doch es waren zu viele potentielle Täterinnen, so fand sie keinen Beweis und lieferte sich mit ihrer Unsicherheit über all die schönen Frauenbekanntschaften wieder seiner Nähe aus.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;b&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;number 555&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;Plötzlich geschah es. Eine Freundin einer Freundin hatte ihr gesagt sie hätte ihn gesehen – mit ihr. Wer «ihr» war musste sie unbedingt heraus finden. Und sie fand sie. Die war es, die er gef*!%t hatte an jenem Abend als er ihr eine Nachricht auf der Pinnwand hinterliess. Braune Haare, grosse Augen – eine richtig billige Schlampe. Und doch irgendwie hübscher als sie selbst.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;Es sind wahre Geschichten. Da nur mit dem Finger zeigen selten meine Art ist, folgt nun noch die eigene unendlich letzte: Nun, da beginnt man sich mal schlau zu machen über die Selbstinszenierung jenes Mannes, der gefällt, auf Facebook. Die plötzliche Anziehung der immer wieder gleichen Pinnwand Einträge, der immer wieder gleichen Fotos kam wie aus dem Nichts, doch sie war da – wochenlang.&amp;nbsp; Die Stalking-Sucht. Alles blieb ruhig, zu ruhig, das hatte ich beinahe täglich abgecheckt. Doch selbst Wochen später genügten zwei Worte, um die Ruhe zu durchbrechen: «Crazy heart» Vielleicht sogar mit Ausrufezeichen, so genau ist die Erinnerung nicht. Doch wie diese zwei Worte an der Pinnwand plötzlich die ganze Ruhe vertrieben, ja zum Teufel jagten und stattessen ich wieder von Fragen gejagt wurde, das hat die Erinnerung sich gemerkt. Welches Ereignis wohl hinter den beiden Worten steckte? Ob es überhaupt eine Bedeutung hatte? Wahrscheinlich schon… &amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;&lt;b&gt;Die Diagnose&lt;/b&gt; einer Charakterschwäche bietet für solche Auswüchse zwar die einfachste Erklärung, doch genau genommen ist es keine. Wurde anfänglich von Bloggern behauptet, es seien alles nur Narzissten, um dann zu merken, dass allein die Vielzahl der Blogger es unmöglich macht, dass tatsächlich nur Narzissten bloggen, kann man dasselbe auch über FB-Stalker sagen. Es sind zu viele.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;Woher aber kommen diese Geschichten dann?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;Anders als gemeinhin wahrgenommen wird, ermöglicht Facebook nicht nur die Einsicht in einzelne Profile, einzelne Leben und mit diesen Leben den Aufbau sozialer Beziehungen, sondern mit jedem Profil kriegen wir gleich die Einsicht in die gesamte soziale Vernetzung gratis mit dazu: Wann hat die Person mit wem geschrieben, an welcher Party wo teilgenommen, wann und wo neue Freunde kennengelernt? &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;Jede Aktivität wird rekonstruierbar, zeitlich auf einen selbst rückbeziehbar (Was hab ich bloss gemacht, als sie mit ihm geschrieben hat?!) und damit potentiell kontrollierbar. Das Täterprofil liefert Tatzeit und Tatort gleich mit, selbst wenn es gar keine Tat dahinter gibt. So wird aus jedem neuen Facebook Freund vom eigenen Objekt der Begierde ein potentieller Feind. Ein virtuell realer Feind an dem Schönheitsideale gemessen und Interessen verglichen werden können, ein Messen mit &amp;nbsp;einer perfekt inszenierten Persönlichkeit.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;Die Angst hintergangen, verarscht und ausgenutzt zu werden ist (natürlicherweise) gross, das Potential, dass dies tatsächlich geschieht ebenfalls, ich verweise erneut auf Freud. Aber die Möglichkeit diese Angst scheinbar zu kontrollieren, ist der verlängerte Arm unserer sozialen Kompetenz.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;Hört man also auf Freud, ist es psychologisch gesehen kein Wunder, dass Menschen sich auf diese Kontrollmöglichkeit stürzen. Und hört man genauer hin, verrät er uns auch noch:&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;«Ferne Zeiten werden neue, wahrscheinlich unvorstellbar grosse Fortschritte auf diesem Gebiet der Kultur mit sich bringen, die Gottähnlichkeit noch weiter steigern. Im Interesse unserer Untersuchung wollen wir aber auch nicht daran vergessen, dass der heutige Mensch sich in seiner Gottähnlichkeit nicht glücklich fühlt.»&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;Ich habe von vielen Beziehungen oder Vorstadien und vor allem auch Nachstadien solcher gehört, die dank Facebook unerträglich wurden. Aber mir ist noch kein einziges positives Beispiel dazu zu Ohren gekommen.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt; Die obigen Beispiele sind ein exemplarischer Auszug eines psychologischen Problems, das uns Facebook aufbürdet. Wenn wir Menschen nahe stehen, sehr nahe, scheint es für unsere Psyche gefährlich, ihnen noch näher zu kommen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;Mit einer Bekanntschaft einer Person gleich das gesamte Netzwerk mitgeliefert zu bekommen, für den Aufbau des Vertrauens gleich alle, meist nichtssagende Informationen einbeziehen zu müssen und für den Prozess der Ablösung noch alle Kontrollmöglichkeiten zu haben, sind Möglichkeiten, die unser soziales Vermögen übersteigen. So sehr, dass es uns zu solch wahnsinnigem Verhalten treibt. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;Zu wissen&lt;i&gt; dass sie war&lt;/i&gt;, ist unerträglich genug, aber dann auch noch zu wissen &lt;i&gt;wer sie war&lt;/i&gt; (als perfekt inszeniertes FB-Profil versteht sich) ist wohl mehr, als die menschliche Psyche ertragen kann und die Möglichkeit herauszufinden &lt;i&gt;wann es war&lt;/i&gt;, eine abgrundtiefe Konfrontation mit unseren Grenzen. Dem hochgelobten Up-To-Date Sein zum Trotz, gibt es eine Grenze unseres psychischen Fassungsvermögens, bei dem wir uns fragen müssen, wie gesund es noch ist, &amp;nbsp;an alle Informationen heran zu kommen.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;Und dies muss unbedingt richtig verstanden werden: Ich will damit nicht sagen, dass wir glücklicher werden, wenn wir beispielsweise von Betrug in einer Partnerschaft oder neuen Bekanntschaften nichts erfahren. Auf der Anklagebank sitzt hier nicht die Information solcher für uns negativer Ereignisse an und für sich, denn dass der Mensch damit umzugehen vermag, bezweifle ich nicht im Geringsten. Aber die Tatsache, dass wir mit der sozialen Prothese Facebook die Möglichkeit erhalten, die sozialen Kontakte, die Aktivitäten, ja das Leben einer Person zu verfolgen, uns die Informationen eigenhändig zu beschaffen, sie – gottähnlich – zu jeder Zeit und an jedem Ort zu beobachten, wird besonders dann, wenn uns eine Person mehr als normale FB Freunde bedeutet, zu einer messerscharfen Verletzungsgefahr. Oder Suchtgefahr. Zwischenmenschliche Beziehungen, besonders die emotionsgeladenen, brauchen vor allem Eines: Die Möglichkeit der Distanz. Facbook aber ist omnipräsent, Distanz ist dabei Mangelware.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;Wenn wir also solche Geschichten hören, muss man sich mit der Zeit schon fragen, woher dieses hässliche Verhalten kommt. Ist es bloss eine Charakterschwäche eines Einzelnen oder doch ein grundlegenderes und weitgreifenderes Problem? Die Art und Weise wie die neuen Fähigkeiten durch FB beschaffen sind, nämlich Fähigkeiten die normalerweise nicht auf die geringste Art in uns enthalten sind und zusätzlich eng mit Leid verbunden sind, das zwischenmenschliche Beziehungen verursachen kann, lässt meines Erachtens nach die Frage zu, ob uns das alles nicht einfach zu viel ist.&amp;nbsp; In emotional aufgeladenen Momenten zeigt sich dieses &lt;i&gt;zu viel&lt;/i&gt; eindeutig, wenn man nicht geschätze 70% der 15-30 Jährigen pathologisieren will. Doch pathologisch oder wahnsinnig ist ein solches Verhalten allemal, allerdings sehe ich die Ursache in der Kombination des Mediums Facebook mit der psychischen Konstituion des Wesens Mensch und nicht im einzelnen Charakter. - Dazu sind es, wie gesagt, zu viele.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;Wenn man sich anhört, warum Menschen FB als den Himmel auf Erden empfinden, kommt eine Begründung immer zuerst: Die netten Menschen aus dem Ausland. Menschen, far far away, deren Leben mich eigentlich einen Sch*!ss interessieren, dafür ist Facebook gemacht. (was natürlich auch noch dementiert wird.) Doch in der aller nächsten Nähe wird Facebook tatsächlich zur potentiellen Hölle. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-8163282900522760410?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/8163282900522760410/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2011/01/beziehungskisten.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/8163282900522760410'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/8163282900522760410'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2011/01/beziehungskisten.html' title='Beziehungskisten'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-869807176404132716</id><published>2011-01-22T04:25:00.002+01:00</published><updated>2011-01-22T04:26:53.468+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Raus aus Facebook'/><title type='text'>Menschen brauchen keine sozialen Prothesen</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;«Der Mensch ist sozusagen eine Art Prothesengott[…]», so Sigmund Freud in &lt;i&gt;Das Unbehagen der Kultur&lt;/i&gt; über das Wesen des Menschen. Von sich aus kann der Mensch so gut wie nichts. Doch aus diesen Mängeln hat sich beim Menschen eine Idealvorstellung von Allmacht und Allwissenheit gebildet, jener der Mensch mit jedem technischen Fortschritt näher zu kommen versucht. Werkzeuge, Waffen oder Transportmittel helfen uns über unsere physischen Schwächen hinweg. Sie verleihen uns die Geschicklichkeit eines Vogels im Nestbau, die Kraft eines Bären und die Geschwindigkeit eines Geparden. Doch längst sind wir darüber hinaus, uns an den Tieren zu messen und haben es geschafft, die Fähigkeiten jeden Tieres um ein Vielfaches zu übertreffen. Mit dem Computer übertreffen wir sogar unsere Denkfähigkeit um Längen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Die Dampfmaschine als prothesenartige Überwindung unserer Mängel anzusehen leuchtet ein, doch diese mit Facebook in einen Topf zu werfen, scheint vorschnell. Allerdings gibt es meines Erachtens nach gleich drei Zugänge, die eine solche Analogie begründen können. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;1. Von der Begriffsentwicklung &amp;nbsp;aus:&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Der Begriff Technik bedeutete in seinem griechischen Ursprung «techne» so viel wie «Kunst», «Fertigkeit» oder auch «die Kunstfertigkeit etwas Bestimmtes zu erreichen.», so der Brockhaus. Heute allerdings wird unter technischem Vermögen gemeinhin jenes Vermögen verstanden, das ausserhalb des Menschen liegt und das die menschlichen Fähigkeiten auf allen Ebenen übertrumpft. Wenn das Web unter den Sammelbegriff Technik fällt, kann also auch von Facebook gesagt werden, dass es, abstrakt gesehen, eine Erweiterung der menschlichen Fähigkeiten darstellt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;2. Aus der Sichtweise der Mediengeschichte:&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Auch der Blickwinkel der Mediengeschichte lässt einen solchen Vergleich zu: Das Buch war die Erweiterung des menschlichen Gedächtnisses, der Fernseher diejenige des menschlichen Auges, das Telefon die unseres Ohrs , der Computer die unserer Denkfähigkeit. Die Entwicklung neuer Medien orientiert sich stets an den menschlichen Fähigkeiten und vor allem an deren Begrenztheit. Sie entstehen nicht aus dem Nichts, sondern ihnen liegt der Mensch als mangelhafte Vorlage zugrunde, die es zu optimieren gilt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;3.&lt;span style="font-size-adjust: none; font-stretch: normal; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; line-height: normal;"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Von der psychoanalytischen Sicht Freuds aus: &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Das Streben des Menschen sich selbst zu einem (Prothesen)Gott zu erheben, entwickelt sich in der freudschen Theorie aus unserer stetigen Flucht vor Leid. Diese Flucht dient dem Menschen als Ersatz für das (eigentlich ersehnte) Streben nach Glück, das, so Freud, nicht im Plan der Schöpfung enthalten war. Denn es gibt drei unüberwindbare Leidensquellen für die psychische Konstitution des Menschen, die ihm das Glück verunmöglichen: Die Übermacht der Natur, die Hinfälligkeit unseres eigenen Körpers und – man staune – Beziehungen zu den anderen Menschen. So entwickelte der Mensch Seismographen zur Vorhersage von &amp;nbsp;tödlichen Erdbeben, Chemotherapien zur Behandlung von tödlichem Krebs und Facebook zur Kontrolle (tödlicher) zwischenmenschlicher Beziehungen. &lt;/span&gt;              &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Ich möchte mit Freuds Worten selbst zeigen, dass es nicht ganz so abwegig ist, Facebook und die Chemotherapie in eine Reihe zu stellen, wie er auf den ersten Blick scheint: «Ferne Zeiten werden neue, wahrscheinlich unvorstellbar grosse [oder andere?] Fortschritte auf dem Gebiete der Kultur mit sich bringen, die [die] Gottähnlichkeit noch weiter steigern.»&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Wird Facebook damit zu einer Technik, die unsere soziale Kunstfertigkeit erweitert? Ein Medium, das eine mangelhafte Vorlage zu optimieren vermag? Zur Flucht vor unausweichlichem Unglück?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Alle drei Fragen sind potentiell mit einem Ja zu beantworten. Doch die Erkenntnis der Analogie allein lässt noch lange keine Wertung zu. Ob die menschliche Fähigkeit seine Mängel durch Hilfsmittel selbst zu beheben (in dem Sinne: Kultur zu schaffen) den Menschen nun zum freudschen unglücklichen Prothesengott oder zum glücklichen Prometheus von Gehlen werden lässt, ist ein altbekannter Streit, der in der Kulturwissenschaft und in der Philosophie geführt wird.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Ein kurzer Vergleich soll zeigen, dass es sich lohnt diese Frage für das Web 2.0, hier spezifisch Facebook, erneut aufzugreifen und ernsthaft zu diskutieren, denn wir bewegen uns in einer vollkommen neuen Entwicklung:&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Der Alltag lehrt uns, wer Auto fährt, wird faul, wer zu oft den Taschenrechner benutzt, verlernt das Kopfrechnen, wer nur mit Mikrowelle kocht, vergisst wie man Feuer macht. Durch die Hilfe von Technik, die ausserhalb des Menschen liegt leiden unsere eigenen inneren Fähigkeiten, sie verkrüppeln und verstümmeln.&amp;nbsp; Was geschieht, wenn nun FB zur Hilfe unserer sozialen Fähigkeiten wird? Wenn mehrheitlich noch über FB kommuniziert wird? Wenn wir nur noch dank FB an Geburtstage denken, uns getrauen neue Menschen anzusprechen, uns über Statusmeldungen statt über Gespräche updaten? &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Beim Gebrauch eines Taschenrechners kann man einwenden, dass unser Kopfrechnen zwar unter dem Gebrauch leidet, dass er uns aber zugleich viele weitere Möglichkeiten eröffnet, die uns wiederum fordern und unser eigenes Denken verlangen. Doch funktioniert diese Kompensation bei sozialen Plattformen auch? Und was, wenn die Plattform uns damit Möglichkeiten für soziale Beziehungen eröffnet, die unsere Kompetenzen übersteigen? &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Um all diese Fragen soll es in den folgenden Beiträgen gehen. Auf einige von ihnen habe ich zur Zeit noch selber keine klar begründete Antwort. Doch gewiss ist, dass allein die Tatsache, dass der Mensch sich Techniken erschafft, die der Erweiterung seiner sozialen Kompetenzen dienen, ein neues Menschenbild aufkommen lässt. Das Bild eines Menschen, der nicht genügend fähig ist, soziale Beziehungen zu führen, nicht stark genug, Konflikte auszutragen, nicht mutig genug, den Verwirrungen der zwischenmenschlichen Beziehungen zu begegnen. Menschen, die nicht genügsam sind mit den Menschen um sich herum.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;«Facebook macht vieles einfacher!» – Vielleicht zu einfach.&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Wollen wir tatsächlich Menschen sein, die «social technics» der sozialen «techne» vorziehen? Vielleicht die letzte «techne», die letzte Kunstfertigkeit, die uns geblieben ist? Was aber ist er dann noch «der Mensch»? &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Nach zwei Jahren schlechten Bauchgefühls und etlichen Überlegungen bin ich zum Schluss gekommen, dass&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;ol style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;li&gt;  &lt;span style="font-size: small;"&gt;Ich kein solches Menschenbild mit mir herum tragen will.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Wir zu wenig bis gar nichts durch die soziale Plattform gewinnen.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;span style="font-size-adjust: none; font-stretch: normal; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; line-height: normal;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Durch FB zu viel verloren, verlernt oder sogar verkrüppelt wird.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Der erste Punkt ist eine Glaubensfrage. Darüber möchte ich nicht streiten. Die anderen beiden Behauptungen versuche ich so verständlich als möglich und damit so übertrieben wie nötig in den folgenden Beiträgen zu illustrieren und zu begründen. Der erste Beitrag «Beziehungskisten» soll morgen folgen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-869807176404132716?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/869807176404132716/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2011/01/menschen-brauchen-keine-sozialen.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/869807176404132716'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/869807176404132716'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2011/01/menschen-brauchen-keine-sozialen.html' title='Menschen brauchen keine sozialen Prothesen'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-5746972503883545322</id><published>2011-01-22T03:56:00.015+01:00</published><updated>2011-02-07T21:23:08.193+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Raus aus Facebook'/><title type='text'>Projekt «Raus aus Facebook!»  – Abschied vom Nichtabschied</title><content type='html'>&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Part 0 &lt;a href="http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2011/01/post-facebook-natum-der-neue-flirt.html"&gt;Post Facebook Natum - der neue Flirt&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Part 1 &lt;a href="http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2011/01/menschen-brauchen-keine-sozialen.html"&gt;Menschen brauchen keine sozialen Prothesen&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Part 2 &lt;a href="http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2011/01/beziehungskisten.html"&gt;Beziehungskisten&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Ich bin eine Idealistin. Idealisten verpflichten sich gerne ihren Prinzipien entsprechend zu handeln, obwohl sie selber nicht genau verstehen warum – einfach so, dem Pragmatismus zum Trotz. Das Prinzip, das hinter meinem Facebook-Abschied steht, ist einfach:&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;b&gt;Menschen brauchen keine sozialen Prothesen.&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Im Anschluss finden sich die über bald zwei Jahre gesammelten Geschichten, Erkenntnisse und Fragezeichen rund um die social Plattform Facebook, die irgendwie zu erklären versuchen, was ich selber manchmal nicht ganz begreifen kann.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Das Spektrum ist breit: Begonnen hat das (ich nenne es jetzt mal) Projekt eigentlich schon mit dem letzten Artikel&lt;a href="http://www.blogger.com/goog_174279600"&gt; &lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;a href="http://www.clack.ch/index.php/community/blogbeitrag/Michaela/1428"&gt;«Post Facebook Natum – der neue Flirt»&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;, doch wusste ich dies dann noch nicht. Er handelt von Facebook und der Spannung offener Fragen an Menschen am Beispiel des ersten Dates. Einige noch halbwegs amüsante Beispiele zu &amp;nbsp;FB und &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;«&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Beziehungskisten&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;»&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt; sollen das Projekt weiterführen, wahrscheinlich verknüpft mit einer Sammlung standardisierter &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;«&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Warum-ich-bei-facebook-bin-Rechtfertigungen&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;». Schliesslich haben sich in meinem Kopf eine Fülle von Fragen über die Konstruktion zwischenmenschlicher Beziehungen mit Hilfe von FB und deren potentielle Auswirkungen auf die psychische Konstitution des Wesens Mensch gesammelt, die von nicht zu vernachlässigender psychologischer bis philosophischer Tragweite sind. Auf die Erläuterung des «Abschieds vom Nichtabschied» zielen schliesslich die gesamten Beiträge.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Natürlich gibt es zu all meinen folgenden Ausführungen auch Gegenargumente. Aber das einzig gute lautet wohl: «Du musst doch nicht alles gleich immer so eng sehen.» Dagegen kann ich tatsächlich nicht viel sagen. Manchmal ist die Welt für mich wirklich ganz schön eng. Alle anderen Argumente werde ich wohl dementieren oder ihnen zumindest ein gewichtigeres gegenüberstellen können. On verra.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Doch gesagt sei noch: Zu eng sehen sollte man dieses Projekt wirklich nicht. Es sind nicht mehr, aber auch nicht weniger, als die Gedanken einer hoffnungslosen Kulturpessimistin – in einem Blog veröffentlicht. Konsequenterweise darf man das nicht mal richtig ernst nehmen.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;Part 0 &lt;a href="http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2011/01/post-facebook-natum-der-neue-flirt.html"&gt;Post Facebook Natum - der neue Flirt&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Part 1 &lt;a href="http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2011/01/menschen-brauchen-keine-sozialen.html"&gt;Menschen brauchen keine sozialen Prothesen&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Georgia,&amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,serif;"&gt;&lt;span style="font-size: small;"&gt;Part 2 &lt;a href="http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2011/01/beziehungskisten.html"&gt;Beziehungskisten&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-5746972503883545322?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/5746972503883545322/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2011/01/jkljl.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/5746972503883545322'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/5746972503883545322'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2011/01/jkljl.html' title='Projekt «Raus aus Facebook!»  – Abschied vom Nichtabschied'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-3299374721600078064</id><published>2011-01-17T13:39:00.008+01:00</published><updated>2011-01-17T13:54:48.675+01:00</updated><title type='text'>Post Facebook Natum: Der neue Flirt</title><content type='html'>&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt; 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Doch der kalkulierte Facebook-Flirt ist irgendwie auch nicht das Wahre – ihm fehlt das Abenteuer des Alltags.  &lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:georgia;font-size:100%;"  &gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war einmal vor Facebooks Geburt. Bevor die Me&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:georgia;font-size:100%;"  &gt;nschen begannen dieses &lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:georgia;font-size:100%;"  &gt;Medium als die neue Wah&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:georgia;font-size:100%;"  &gt;rheit anzubeten, &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;noch bevor sie sich mehrmals täglich zum heiligen Ritual vor den Computer &lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:georgia;font-size:100%;"  &gt;setzten, noch bevor die Community sich in die schicksalhafte Fügung unserer Dates eingem&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:georgia;font-size:100%;"  &gt;ischt hatte. Eine Zeit&lt;/span&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:trackmoves/&gt;   &lt;w:trackformatting/&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt;   &lt;w:ignoremixedcontent&gt;false&lt;/w:IgnoreMixedContent&gt;   &lt;w:alwaysshowplaceholdertext&gt;false&lt;/w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;   &lt;w:donotpromoteqf/&gt;   &lt;w:lidthemeother&gt;DE-CH&lt;/w:LidThemeOther&gt;   &lt;w:lidthemeasian&gt;X-NONE&lt;/w:LidThemeAsian&gt;   &lt;w:lidthemecomplexscript&gt;X-NONE&lt;/w:LidThemeComplexScript&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:dontgrowautofit/&gt;    &lt;w:splitpgbreakandparamark/&gt;    &lt;w:dontvertaligncellwithsp/&gt; 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im Blog des online Magzins &lt;a href="http://www.clack.ch/"&gt;Clack&lt;/a&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.clack.ch/"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img style="cursor: pointer; width: 200px; height: 59px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TTQ6MxW4lOI/AAAAAAAAAFQ/HpS3_Cp5frQ/s200/clack.png" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5563135430791566562" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-3299374721600078064?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/3299374721600078064/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2011/01/post-facebook-natum-der-neue-flirt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/3299374721600078064'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/3299374721600078064'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2011/01/post-facebook-natum-der-neue-flirt.html' title='Post Facebook Natum: Der neue Flirt'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TTQ6MxW4lOI/AAAAAAAAAFQ/HpS3_Cp5frQ/s72-c/clack.png' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-3725980670300389014</id><published>2010-09-01T12:09:00.005+02:00</published><updated>2010-09-01T12:32:19.313+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Posts'/><title type='text'>maybebaby – oder: die Importance of Being Earnest</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4p0fMGgjI/AAAAAAAAADs/yHtyrG8P1ws/s1600/maybebaby.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 200px; FLOAT: right; HEIGHT: 126px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5511888975650259506" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4p0fMGgjI/AAAAAAAAADs/yHtyrG8P1ws/s200/maybebaby.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span xmlns=""&gt;&lt;/span&gt; &lt;span xmlns=""&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Maybebaby&lt;/em&gt;:&lt;/strong&gt; Populär Englisch und ungeniert locker, alles was die Frau von heute braucht, um über ihre Umstände aufgeklärt zu werden. Nun ja, oder sagen wir besser Mädchen oder sogar &lt;em&gt;maybe Baby&lt;/em&gt;? Das Zielpublikum ist klar: Nicht werdende Mütter, sondern werdende Frauen, Teenies - Sexualleben ausgezeichnet, Verhütung mangelhaft, Charakter durchgefallen. &lt;/span&gt;&lt;span xmlns=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span xmlns=""&gt;&lt;p&gt;Nein, dieser Beitrag handelt nicht von einer Übersexualisierung der Jugend, nicht von zu verteufelnder Frühreife und schon gar nicht von fehlender Aufklärung. Er handelt vom Mangel an Ernsthaftigkeit. Einen Schwangerschaftstest als trendigen Lifestyle für Teenies anzupreisen, ist doch, mir fehlen die Worte, um es anders zu sagen, schlicht wahnsinnig. Ich brauche hier kaum ausführlich die eigentliche Relevanz (un)gewollter Schwangerschaften aufzuzeigen, weder emotional noch sozial, damit ich berechtigt die Frage stellen kann: Wie schafft Frau es, ihren Körper und sich selbst so wenig ernst zu nehmen, dass sie sich in ungeniert lockerem Englisch fragen kann: Maybe baby? Ganz einfach: Was mit ihrem Körper ist, kann man ja wegmachen, etwas dagegen machen, alles gleich machen. Warum Ernst, wenn doch alle &lt;em&gt;Dinge&lt;/em&gt; dem Dienst der Ästhetik unterworfen werden können.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch nicht nur der Name, sondern auch sein Verkaufsstandort karikiert unsere Zeit:&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 240px; DISPLAY: block; HEIGHT: 320px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5511885933404561986" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4nDZ8NIkI/AAAAAAAAADk/kLGFYhelci8/s320/Blog.jpg" /&gt; &lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;Keiner sieht hin, keiner hört zu, keiner sagt etwas.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div align="center"&gt;Nur das Mädchen, hoffentlich ihr Freund und - maybe Baby. &lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;br /&gt;Doch keiner Frau, die einen Schwangerschaftstest unter vollkommener Diskretion kaufen will, ist geholfen, wenn sie das tatsächlich kann. Obwohl die &lt;a href="http://www.maybe-baby.ch/de/index.html"&gt;Wälfler Diagnostics AG &lt;/a&gt;davon überzeugt ist: &lt;em&gt;Mit den hochwertigen Selbsttestern leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Wohlbefindens und zur Verbesserung der Lebensqualität.&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;br /&gt;Die Hemmungen die bei einem üblichen Kauf überwunden werden müssen, sind zwar lästig, aber sinnvoll: Sie halten die Relevanz der Situation vor Augen, erinnern daran, dass nicht gespielt, sondern gelebt wird – ernsthaft. Hemmungen sind da, um überwunden und nicht umgangen zu werden.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;Und wenn es schliesslich heisst: &lt;span style="TEXT-DECORATION: line-through"&gt;may&lt;/span&gt;be Baby! Wie soll da eine werdende Frau &lt;em&gt;und zugleich&lt;/em&gt; werdende Mutter den Mut aufbringen, die emotionale und soziale Tragweite einer ungewollten Schwangerschaft auszustehen (selbst wenn es nur darum geht, die Abtreibung zu beichten!), wenn sie nicht einmal einer erstaunten Apothekerin in die Augen zu blicken gelernt hat, da es von ihr nie gefordert wurde? Wenn jungen Frauen suggeriert wird, dass es sie nichts kostet aus sich und in sich und mit sich zu machen, was man will, wie soll eine junge Frau sich da selber noch ernst nehmen können? Ein Kinderspiel!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;Ungewollte Schwangerschaften sind kein ästhetisches Manko, das hinter verschlossener Badezimmertüre behoben werden sollte, sondern eine ernsthafte Aufgabe. Leider aber sind keinerlei Hemmungen vorhanden, diese Aufgabe auf ein solch fragwürdiges Niveau zu bringen. Was meiner Ansicht nach daher rührt, dass wir es schon lange geschafft haben, die Frau in ihrer äusseren Erscheinung nicht mehr ernst bzw. aufrichtig zu nehmen, sondern einzig in den Dienst der kontrollierbaren Ästhetik stellen. Kinderleicht.&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-3725980670300389014?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/3725980670300389014/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2010/09/maybebaby-oder-die-importance-of-being.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/3725980670300389014'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/3725980670300389014'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2010/09/maybebaby-oder-die-importance-of-being.html' title='maybebaby – oder: die Importance of Being Earnest'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4p0fMGgjI/AAAAAAAAADs/yHtyrG8P1ws/s72-c/maybebaby.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-7647693714949440963</id><published>2010-08-14T13:34:00.005+02:00</published><updated>2010-08-14T14:15:49.423+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Posts'/><title type='text'>Wie viel kostet eine Plastikfolie?</title><content type='html'>&lt;span xmlns=""&gt; &lt;p align="justify"&gt;Wahrig oder Duden? Wahrig oder Duden? Wahrig oder… Vor zwei Tagen hatte ich diese Grundsatzentscheidung zu fällen und wie ich solche Probleme zu lösen pflege, um mich nicht durch banale, einmal gefällte Grundsatzentscheidungen einzuengen: Wörterbuch von Wahrig und Rechtschreibung von Duden.&lt;br /&gt;Um meine Sünde, mich meinem selbstauferlegten Bücherkaufverbot widersetzt zu haben, rationalisierend abzuschwächen, entscheide ich mich nach langem hin und her wenigstens für einen Duden ohne CD-ROM: Brauche ich nicht und kann ich auch nicht brauchen, da mein freier Speicherplatz ohnehin vom Aussterben bedroht ist, lautet das Fazit.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Doch damit der Sünde nicht genug. Einen ausgepackten Duden bezahlt, dafür einen zugeschweissten eingepackt, begebe ich mich nach Hause. Dort, den Duden zum Einsatz schon wieder ausgepackt, merke ich: Diese Plastikfolie ist zwanzig Franken wert, denn zwischen ihr und dem Buch versteckt sich doch noch eine &lt;a href="http://www.books.ch/shop/action/productDetails/8383908/duden_01_die_deutsche_rechtschreibung_buch_und_cd_rom_3411709251.html?aUrl=90007790"&gt;CD-ROM&lt;/a&gt;! Kurze Freude gefolgt von der unausweichlichen Frage:&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Was mache ich nun mit einer CD-ROM - very nice to have – die ich aber weder brauche noch brauchen kann, und nun doch, nachdem ich so lange mit der Kaufentscheidung haderte, weil ich weder Bücher und schon gar nicht CD-ROMs kaufen sollte, (man erinnere sich des letzten Eintrags) und schon überhaupt gar nicht solche, die ich, um mich zu wiederholen: Weder brauche noch brauchen kann, und doch wirklich ‚v e r y nice to have', auf meinen Knien liegt, kostenlos, ja selbst gewissenlos, weil ich bis vor Kurzem ja nicht einmal wusste, dass ich sie habe?? - Oder besser gesagt, &lt;em&gt;geklaut&lt;/em&gt; habe.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Behalten oder zurück bringen? Oder behalten &lt;em&gt;und &lt;/em&gt;zurück bringen? (Das würde sogar funktionieren!) Wirklich? Oder merkt ‚man' das? Okay.. keine besonders intelligente Idee.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wem ist das nicht auch schon passiert: Man trifft sich, hört zusammen Musik, packt den Laptop wieder ein und mit ihm die fremde CD. Die Frage, ob sich die Frage stellt, ob man die CD zurück bringt, ist, so glaube ich, überflüssig. (Allenfalls stellt sich die Frage, ob ich sie in diesem Falle tatsächlich behalte &lt;em&gt;und &lt;/em&gt;zurück bringe, aber dies nur by the way.)&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Aber muss ich auch dem Herrn füssli eine CD wieder bringen, die absolut unbeabsichtigt und unbemerkt zu meinem Eigentum geraten ist? Tue ich damit jemandem weh? Kann man dies überhaupt &lt;em&gt;stehlen&lt;/em&gt; nennen?&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Das Problem stellt sich durch die Abstraktion, in der wir uns bewegen. Weder die Hersteller noch der Herr füssli und auch nicht die Mitarbeiter haben für mich den Charakter einer realen Person. Sie existieren bloss als abstrakte Grössen in einem Denkkonstrukt und sind bestenfalls lebende Marionetten in einer funktionierenden Struktur. Aber keiner Person liegt diese CD-ROM am Herzen, niemand wird sie tatsächlich als realen Gegenstand vermissen, wie die Person &lt;em&gt;ihre&lt;/em&gt; CD in meinem Laptop. Zwar ist die CD-ROM rechtlich betrachtet jemandes Eigentum, doch emotional gesehen nicht. Sie existiert für den Besitzer allenfalls als Zahl in irgendeiner Liste. &lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Hierzu Erich Fromm in der ‚Pathologie der Normalität': &lt;em&gt;In unserem System ist ein Prozess im Gange, für den ich gerne ein Wort prägen möchte, &lt;/em&gt;[…]&lt;em&gt; ich möchte vom Prozess der Abstraktion sprechen und verstehe darunter, dass man etwas abstrakt zu machen versucht, statt es in seiner Gegenständlichkeit und Konkretheit zu belassen. Auf Grund unserer Produktionsweise und auf Grund der Art, wie unsere Wirtschaft funktioniert, sind wir es gewohnt, Gegenstände in erster Linie in ihren abstrakten statt in ihren konkret-gegenständlichen Formen wahrzunehmen. &lt;/p&gt;&lt;/em&gt;&lt;p align="justify"&gt;Dies beschränkt sich allerdings nicht nur auf Waren, sondern weitet sich aus auf Menschen: &lt;em&gt;Man vergisst und ignoriert beim Abstrahieren alle seine &lt;/em&gt;[des Menschen]&lt;em&gt; konkrete Eigenschaften. Man spricht von ihm als einem Schuhfabrikanten, wie wenn dies sein Sein gewesen wäre.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/em&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ergänzend hierzu folgende Aussage aus ‚Psychoanalyse und Ethik' von E. Fromm: &lt;em&gt;Unser moralisches Problem ist die Gleichgültigkeit des Menschen sich selbst gegenüber. Wir haben den Sinn für die Bedeutung und Einzigartigkeit des Individuums verloren und haben uns zu Werkzeugen für Zwecke gemacht, die ausserhalb unseres Ichs liegen&lt;/em&gt;. […]&lt;em&gt; Wir sind zu Gegenständen geworden und auch unsere Nächsten sind für uns Gegenstände. […] Wir haben kein Gewissen im humanistischen Sinn, denn wir wagen uns nicht auf unsere eigene Urteilsfähigkeit zu verlassen. &lt;/p&gt;&lt;/em&gt;&lt;p align="justify"&gt;Diese beiden Ausführungen miteinander verbindend, erhalten wir folgendes Fazit: Da ich die CD-ROM nur als abstrakten Gegenstand aus einem unpersönlichen Warenhaus mitnehme und den Verkäufer nur um den Tauschwert, nicht aber um den Gebrauchswert dieses Gegenstandes bringe - sie damit nicht im emotionalen, sondern wiederum nur im abstrakten Sinne als Besitz bezeichnet werden kann – kann ich sie im humanistischen Sinne auch nicht &lt;em&gt;stehlen&lt;/em&gt; und bin somit für den unmoralischen Charakter meiner Handlung emotional unempfänglich. Also kann ich gar nicht anders als die CD-ROM zu behalten! – Würde es nicht all diese Überlegungen nach sich ziehen und hätte ich den Duden nicht gebraucht, um an meinen Texten für den &lt;a href="http://www.blogger.com/www.weltethos-verein.ch"&gt;Förderverein Weltethos&lt;/a&gt; zu arbeiten, dann hätte ich vielleicht wirklich nicht anders gekonnt, als sie zu behalten.&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 202px; DISPLAY: block; HEIGHT: 320px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5505231210656424002" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TGaCnj2R4EI/AAAAAAAAADU/xxiD0fANZdc/s320/titel-projekt-we.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;Zurück bleibt ein Duden, freier Speicherplatz, die Frage, ob nun ein Weltethos das Potenzial in sich birgt, den Menschen aus dieser Entfremdung zu führen oder ob der vorgängige Weg aus der Entfremdung die unausweichliche Voraussetzung für ein humanistisches und nicht autoritär funktionierendes Weltethos ist, und die Feststellung, mich beim nächsten Mal besser für zweimal Wahrig zu entscheiden, dann wäre mir all dies erspart geblieben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-7647693714949440963?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/7647693714949440963/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2010/08/wie-viel-kostet-eine-plastikfolie.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/7647693714949440963'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/7647693714949440963'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2010/08/wie-viel-kostet-eine-plastikfolie.html' title='Wie viel kostet eine Plastikfolie?'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TGaCnj2R4EI/AAAAAAAAADU/xxiD0fANZdc/s72-c/titel-projekt-we.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-2109457887010609938</id><published>2010-08-01T22:35:00.006+02:00</published><updated>2010-08-01T23:08:27.373+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Posts'/><title type='text'>Flucht aus der Langeweile</title><content type='html'>&lt;span xmlns=""&gt; &lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia;"&gt;Das Bestehen meines Blogs jährt sich und damit auch das Ereignis, das mich vor einem Jahr zum Start dieses Weblogs bewegte: der Erste August und mein jährlicher Feuerwerksverkauf. Schon wieder habe ich mich gezwungen, mir die Beine in den Bauch zu stehen und in der Langeweile auszuharren, um mein letzes Feriengeld zu verdienen. &lt;a href="http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/07/feuerwerk-der-verantwortung.html"&gt;Vieles hat sich seither nicht geändert&lt;/a&gt;: Mein Unvermögen am ästhetischen Sinn von Feuerwerk teilzuhaben, die Ausreden dafür, warum familie eben doch Feuerwerk kauft und die Rechtfertigungen warum sie es nicht tut. Auch nicht der Grad der Langeweile, deren beinahe pathologischen Charakter mir erst nach der Lektüre von Erich Fromms Publikation über die &lt;em&gt;Pathologie der Normalität&lt;/em&gt; bewusst wurde (&lt;em&gt;Das Leben hört auf, im wahren Sinne belebt zu sein. Langeweile ist meiner Meinung nach eines der grössten Übel, die den Menschen befallen können&lt;/em&gt;.). In dieser einen Woche ertrage ich so viel Langeweile, wie sonst während dem ganzen Jahr nicht. Alle Warnhinweise der Feuerwerkskörper kenne ich auswendig, ebenfalls das ganze Gartenartikel Sortiment, die Giftklasse jedes Spritzmittels, die Anzahl der Kacheln auf dem Boden, bis jeder Gedanke, selbst die kleinste Regung im Kopf, verstummt… Und vor allem bekomme ich auch die volle Ladung Langeweile der Leute ab, die nicht nur eine Woche, sondern wie sich vermuten lässt, den Hauptteil ihres Lebens mit eben dieser in trauter Zweisamkeit verbringen. Die anhaltende pathologische Form der Langeweile eben. Menschen, die ihr Leben dem täglichen Einkauf widmen, ihre sozialen Beziehungen auf die Gespräche mit der deutschen Kioskverkäuferin bauen und dann, in dieser Stimmung mich erblicken -das verlorene, unterbeschäftigte Migrosmädchen, das dazu verdammt wurde, die gefährlichen Knallkörper vor den bösen Rauchern zu beschützen- und die Gelegenheit ergreifen. Eine Kostprobe will ich nicht vorenthalten:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia;"&gt;"Wenn Sie jung sind, können Sie die Welt erobern! Sie gehört Ihnen ganz allein!" Sie, die Kundin von der ich aus Kassierinnenzeiten einzig weiss, dass Pouletschenkel ihre Leibspeise sind, erzählt mir, wie sie ihr Leben nebst dem Kochen füllt. Sie sei alt, alles sei für sie zum Stress geworden, immer wieder betont sie, wie verbraucht sie sei, unglaublich verbraucht von der täglichen Arbeit zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang, neununddreissig Jahre lang habe sie sich verbraucht. A l l e s an ihr sei verbraucht. Termine: Stress; Einkaufen: Stress; selbst Ferien: Stress! "Geniessen Sie die jungen Jahre!", holt sie noch einmal aus, um mich gleich anschliessend zu fragen, was ich machen werde, nachdem ich ihr von meinem Final hier in der Migros und meinem Umzug erzählt habe. "Ah, das ist toll!" Ist ihre Reaktion, ihre Augen glänzen, vor Altersneid, so scheint mir und ihre Worte bestätigen es sogleich: "Wenn Sie jung sind, können Sie die Welt erobern!" Es sei eine typische Alterskrankheit, in jungen Jahren habe sie nie Probleme mit Stress gehabt, "aber jetzt", sie schüttelt bekümmert den Kopf, "aber jetzt", wiederholt sie um darauf vom eigenen Schweigen geschluckt zu werden, "ist sie verbraucht" beende ich ihre Worte in Gedanken. Froh sei sie, dass sie und ihre Katze &lt;em&gt;gesund&lt;/em&gt; seien, ergänzt sie und findet in ein selbstbestärkendes Lächeln zurück. "Gesund?!!", versuche ich mich zu beherrschen, dies nur zu denken und boxe meine Gedanken in eine angebrachte Richtung: "Ja die Gesundheit ist das Wichtigste." Sie geht ab, verschwindet in der Drehtür, die sie in den Laden schleust und lässt mich zurück mit der Präsenz einer Grundfrage, die mich nun schon seit einigen Jahren begleitet:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia;"&gt;Macht unsere Gesellschaft uns Alterskrank? Nicht das Leben, Krankheit, Tod, missglückte Beziehungen (laut Freud alles äussere Kräfte, die den Menschen für immer am wahren Glück hindern) sondern die Arbeit ist es, die sie verbraucht hat, die Arbeit -unser selbstgewähltes Los. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia;"&gt;Ja, selbstgewählt. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia;"&gt;Unsere Gesellschaft funktioniert, dank uns. &lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia;"&gt;Auch dies kann ganz leicht von meinem Plätzchen hinter den explosiven Knallkörpern beobachtet werden: Ein &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Georgia;"&gt;zierliches blondes Mädchen entdeckt die riesigen Vulkane, wobei ihre Augen innert Sekunden auf dieselbe Grösse anwachsen und vor Freude Feuer speien. Ihre Mutter erblickt die Gefahr, läuft schnurgerade auf die Hand ihrer Tochter zu und versucht sie, mit dem wartenden Einkauf lockend, weg zu zehren. Doch die Tochter ist schlauer, sie sieht das grosse "A-Wort" von orangeleuchtender Farbe umrandet: "Aber Mami, es isch aktion!, Häsch gseh, aktion, Maaaamiii!" Schliesslich wurden zwei Packungen von vier leuchtenden Augen nach Hause getragen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:Georgia;"&gt;Dank Aktion mit Cumuluspunkten versüsst scheint es plötzlich lohnenswert die letzen Tage Arbeit in Rauch aufgehen zu lassen. ("Ja natürlich gibt es auf Feuerwerk auch Märkli, wenn sie möchten!") (Und ja natürlich waren es wieder dieselben Aktionen wie in den Jahren zuvor.)&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia;"&gt;Was ich damit sagen will: Dies alles ist ein subtiler Ausdruck hiervon: &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia;"&gt;Erich Fromm zu folgen, existiert eine Art &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gesellschaftscharakter"&gt;Gesellschaftscharakter&lt;/a&gt;, der die psychischen Energien der Individuen in eine bestimmte Richtung lenkt oder kurz, dafür sorgt, dass die Menschen das tun wollen, was sie tun müssen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia;"&gt;Selbstverständlich wird am Ersten August die Schweiz ordentlich gefeiert und selbstverständlich wird am zweiten August wieder pünktlich zur Arbeit erschienen. Selbstverständlich selbstgewählt! &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Georgia;"&gt;Wir sind alle absolut funktionierende Glieder dieser Gesellschaft. Wir sind alle sowas von normal! &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Georgia;"&gt;Wir funktionieren! Es fragt sich nur zu welchem Preis? Natürlich zum Aktionspreis! &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia;"&gt;Die alte Frau, als die sie sich selbst bezeichnet hat, kehrt nach einigen Minuten aus dem Laden zurück mit einem Zvieri für mich. Zwei grosse weisse, mit Kassenzettel bestückte Pfirsiche, wie es sich fürs Personal gehört. Sie bedankt sich fürs Gespräch und nachdem sie sich vergewissert hat, mich nicht zum letzten Mal gesehen zu haben, verabschiedet sie sich mit einem freundschaftlichen "bis bald." &lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia;"&gt;Diesen Tag habe ich ihr gerettet, sie etwas aus ihrer Langeweile geholt und diesen Tag hat auch sie mir gerettet, weil ich den Rest des Nachmittags damit verbrachte, diesen längst überfälligen Blogbeitrag auf Kassenzettel (siehe Bild) zu notieren. Wenn wir nicht mehr funktionieren, funktioniert es dann doch noch irgendwie.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 320px; DISPLAY: block; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5500546012638627986" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TFXddJIESJI/AAAAAAAAADM/fw0lRDFqC1A/s320/Blog+001.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia;"&gt;Aber solange wir funktionieren, werden wir uns noch vielmals überwinden uns zehn Stunden am Tag mit langweiligem Feuerwerkverkauf zu quälen, ohne dabei irgendwelche moralischen Zuckungen zu machen. Und zu welchem Preis: Natürlich auch das zum Aktionspreis! Denn viel mehr werde ich die Migros kaum kosten.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;span style="font-family:Georgia;"&gt;Nun ja, allerdings nicht mehr lange. Gestern, Samstag, als der letze Vulkan seinem ehrenwerten Besitzer verkauft wurde, machte ich endgültig einen Abgang aus der Migrosarbeit, bei der meine Hirnzellen manchmal wörtlichst den Geist aufgegeben haben. Übrigens hat mir ein Kunde am letzten Tag, als ich ihn nach der wohlbekannten Karte fragte, mit seiner Bemerkung, die treffender nicht sein könnte, einen tollen Abschied beschert, den ich nicht vorenthalten kann: "Cumuluskarte? Natürlich habe ich eine Cumuluskarte, jeder in der Schweiz hat eine, wahrscheinlich haben hier mehr Menschen eine Cumuluskarte als einen Schweizerpass!" Danke. Bin gespannt wie lange ich in dieser Gesellschaft ohne Charakter was zu essen kriege.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-2109457887010609938?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/2109457887010609938/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2010/08/flucht-aus-der-langeweile.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/2109457887010609938'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/2109457887010609938'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2010/08/flucht-aus-der-langeweile.html' title='Flucht aus der Langeweile'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TFXddJIESJI/AAAAAAAAADM/fw0lRDFqC1A/s72-c/Blog+001.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-3320902210141739819</id><published>2010-03-06T21:00:00.004+01:00</published><updated>2010-03-06T21:26:31.259+01:00</updated><title type='text'>Mechanisierte Phantasie</title><content type='html'>&lt;span xmlns=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;&lt;span style="font-size:12;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Mindestens zehn Mal musste ich heute diese abscheuliche singende Stoff-Osterente anhören, die jeden der mindestens zehn Kunden mit ihrem lächerlichen Gesang und ihren mechanischen Tanzbewegungen zwar in Entzücken zu versetzen vermochte, doch mir mit jedem &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;mal etwas mehr Nerven frass. In der gewohnten Arbeitsroutine Zeit, um mir die folgenden Gedanken zu schenken:&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Mechanisierung der Phantasie!&lt;br /&gt;Jedes von sich aus tanzende, singende oder sprechende und wie von Zauberhand zum Leben erweckte Kinderspielzeug ist mehr als alles scheinbar Leblose dem Tod geweiht, herzlos, geistlos, charakterlos und humorlos, weil seine Mechanik ihm den wahren Charakter eines &lt;em&gt;Spiel&lt;/em&gt;zeugs austreibt, weil sie ihm jegliches spielerische Potential nimmt, das Potential in der kindlichen Phantasie &lt;em&gt;jede&lt;/em&gt; denkbare - oder eben nicht nur denk- sondern auch eine nur vorstellbare- Gestalt anzunehmen, die das Kind in ein Spielzeug hinein zu zaubern vermag. Eine singende Ente wird nie zum Eroberer der Unterbettdecke-Welt, nie zum Sieger kindlicher Kriege und nie zum Entdecker ganz neuer Welten, sonder&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/S5K1xZn-BCI/AAAAAAAAADE/ZBonRI43R-4/s1600-h/Phantasie.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 277px; FLOAT: left; HEIGHT: 400px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5445614759741096994" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/S5K1xZn-BCI/AAAAAAAAADE/ZBonRI43R-4/s400/Phantasie.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;n wird stetig dasselbe singende und damit nutzlose Gefiederding bleiben, das es darzustellen verpflichtet ist. Jedes solch "zum Leben erweckte" Spielzeug ist in höchstem Masse eine törichte kindliche Beleidigung!&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Wen verwundert es da noch, dass die Drittklässler einer Freundin in ihren Aufsätzen mit dem Titel "mein Phantasieplanet" es gerade mal noch schaffen auf einem ganzen Planeten unbegrenzter Träume die Simpsons zu wahrem Leben zu erwecken, sich ein Haus zu bauen und dieses rundum mit Blumen zu bepflanzen! Ein grosses &lt;span style="font-size:180%;"&gt;Pfui&lt;/span&gt; auf die Kommerzialisierung der Phantasie!&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="justify"&gt;Es war nachts um drei im Zug, aus Zuständen flüchtend, die mir das gerade verlassene Rohstofflager als menschliche Wiederaufbereitungsanlage für den Rohstoff Mensch verkaufen wollten, als ich mich seit langem wieder einmal an die Frage wagte, wie wohl eine Welt aussehen würde, die in mir keine solche Zustände hervorriefe. Mein einziger nicht wahnsinnig phantasievoller Beschluss war, dass in dieser Welt die Menschen um diese Zeit sicherlich keine Züge bräuchten, sondern schliefen.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Jetzt, dank diesem singenden Gefieder, bin ich wenigstens um einen sinn- wenn auch nicht phantasievolleren Gedanken weiter: Es wäre eine Welt in der wenigstens unsere Kinder noch fähig wären, ihren Phantasieplaneten vollkommen neu zu &lt;em&gt;kreieren. &lt;/em&gt;Eine Welt, in der Kinder zumindest in ihrer Phantasie sich auf einen Planeten katapultieren können, auf dem sie sich von Liane zu Liane schwingen, um den grünen Monstern unter dem Sand zu entgehen, wo die Menschen im Wasser schlafen, sich von Steinen ernähren und Fische in den Bäumen nisten. Eine Welt in der wenigstens die kindliche Phantasie noch fliegen kann.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Mit etwas poetischeren Worten:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"[… ja mit einem Blitz, der ihn besonders schön dünkte, obgleich er mehr von seinem Glanz geblendet wurde, als dass er sah, was darin vorging, hatte er diesem verdächtigen Satz noch den zweiten hinzugefügt,] &lt;strong&gt;dass wahrscheinlich auch Gott von seiner Welt am liebsten im Conjunctivus potentialis spreche (hic dixerit quispiam = hier könnte einer einwenden..) denn Gott macht die Welt und denkt dabei, es könnte ebensogut anders sein."&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="justify"&gt;Ein Zitat aus Musils &lt;em&gt;Der Mann ohne Eigenschaften&lt;/em&gt;, das an dieser Stelle anspornen soll, selbst einmal Gott zu spielen und sich zu überlegen, wie es ebenso gut auch anders sein könnte.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-3320902210141739819?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/3320902210141739819/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2010/03/mechanisierte-phantasie.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/3320902210141739819'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/3320902210141739819'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2010/03/mechanisierte-phantasie.html' title='Mechanisierte Phantasie'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/S5K1xZn-BCI/AAAAAAAAADE/ZBonRI43R-4/s72-c/Phantasie.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-5976475470711991370</id><published>2010-03-01T21:10:00.005+01:00</published><updated>2010-03-02T23:00:05.812+01:00</updated><title type='text'>Frau vergleiche</title><content type='html'>&lt;span xmlns=""&gt; &lt;p&gt;Aufgrund einiger Artikel, die in letzter Zeit im TA und im Magazin erschienen sind, wage ich einmal folgenden Vergleich.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die allgemeine Meinung meint, dieser Frau fehle es an persönlicher Freiheit: &lt;/p&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/S4wgE2wul3I/AAAAAAAAACs/6oJbZsXtHXw/s1600-h/muslimische+Frau.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 180px; FLOAT: left; HEIGHT: 180px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5443761317375547250" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/S4wgE2wul3I/AAAAAAAAACs/6oJbZsXtHXw/s320/muslimische+Frau.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Verhalten von kopftuchtragenden Frauen ist für uns unverständlich, sie lösen in uns ein Gefühl des Entsetzens aus: Warum verbirgt frau sich unter solch offensichtlichen Symbolen der Unterdrückung? Weshalb schränkt sie ihre eigene Freiheit, ihre eigene Persönlichkeit ein, um kulturellen Normen zu entsprechen, um gar gesellschaftlicher Ächtung zu entgehen? Und warum zeigt sie in Gottes Namen ihre Unterdrückung, ihre gesellschaftliche Abhängigkeit so offensichtlich durch das Tragen dieses Schleiers, statt sich zu emanzipieren, zu tragen was ihr gefällt und nicht was von patriarchalischen Frauennormen gefordert wird?!&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich bin dafür, dieselben Fragen und Forderungen auch an sie zu stellen:&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 162px; DISPLAY: block; HEIGHT: 250px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5443761813742343378" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/S4wghv3y1NI/AAAAAAAAAC8/PKvTVd88iDM/s320/westliche+Frau.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Weil die Antworten nämlich dieselben sind:&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ohne&lt;/em&gt; fühle frau sich nackt, nicht ganz weiblich, nicht ganz sie selbst, nur &lt;em&gt;mit&lt;/em&gt;, sei sie eine eigenständige Persönlichkeit, eine ganze Person. Anwendbar auf Kopftuch, wie auch auf Make-up. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Natürlich handelt es sich bei beiden Bildern um Extremfälle, doch bei den muslimischen Frauen beschränken wir unsere Kritik ja schon lange nicht mehr nur auf die sogenannten Extremfälle, so müssten wir konsequenterweise uns auch von den Extrembeispielen unseres gesellschaftlichen Schönheitswahns lösen mit allen légere-kopftuchtragenden Frauen die &lt;a href="http://www.migros.ch/DE/Sortiment/Leger/Seiten/Leger.aspx"&gt;Léger-essenden Frauen &lt;/a&gt;ebenso an den Pranger stellen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als Selbstverwirklichung und Ausdruck der eigenen Persönlichkeit, Schlüssel zum Erfolg und mehr Lebensfreude wird die Schönheit noch immer gehandelt und dies mit solchem Geschick, dass weder Frau noch Mann bewusst wird, wie sehr die Frau damit unter den Schleier der gesellschaftlichen Unfreiheit gedrückt wird. Wie das Kopftuch bei der muslimischen Frau, wird auch das Köperbewusstsein der westlichen Frau nirgends explizit gefordert, und dennoch ist beides kulturell als Symbol der &lt;em&gt;echten&lt;/em&gt; Frau soweit verankert, dass ein unausgesprochenes Gesetzt missachtet, wer sich der scheinheiligen Echtheit widersetzt und beide Frauen werden nicht selten auch mit gesellschaftlicher Ausstossung konfrontiert, sollte sie all zu sehr von der Norm abweichen. Der einzige nennenswerte Unterschied zwischen der Frau mit Kopftuch und der Frau mit den Botoxlippen findet sich wahrscheinlich darin, dass Ersterer physische Gewalt &lt;em&gt;droht&lt;/em&gt;, sollte sie sich den Kleidungsnormen widersetzten, während Letztere &lt;em&gt;sich selbst&lt;/em&gt; physische Gewalt &lt;em&gt;antut&lt;/em&gt;, um den Normen konform zu werden.&lt;br /&gt;Die Vorstellung von der echten westlichen Frau ist noch immer in einer Absolutheit in uns verankert und an ihr Äusseres gebunden, wie es uns eigentlich erschrecken sollte. Leider tut es dies nicht. Denn diese Vorstellungen sind so tief in unsere Muster eingebrannt, dass wir bereit sind, sie als &lt;em&gt;natürlich&lt;/em&gt; zu betrachten und sie in ihrer Existenz wahrzunehmen unfähig geworden sind. Die Verhaltensmuster sind soweit &lt;em&gt;natürlich&lt;/em&gt; geworden, dass Frauen den Aufdruck "dies ist ohne weitere Bedeutung." auf ihrem Busen präsentieren, nicht ohne Stolz endlich durchschaut zu haben, dass Mann nun mal so funktioniert und gar nichts für, geschweige denn gegen sein Verhalten kann. Die emanzipierte Frau hat heute über diesem männlichen Verhalten zu stehen. Ich glaube aber, dass es falsch, wenn nicht sogar frech ist, die Männer von ihrer Verantwortung freizusprechen und sie in die Abhängigkeit ihrer Triebe zu stellen. (Obwohl Mann diese Entschuldigung auch selber gerne verwendet.) Dass Männer in höchstem Grade dafür verantwortlich sind, wenn Frauen sich ohne Make-up, ohne 90-60-90 Figur, ohne gepflegte Fingernägel, ohne gezupfte Augenbrauen, ohne rasierte Beine, ohne Absatzschuhe und ohne einengende Jeans (um nur eine Auswahl aller physischen Qualen wieder zugeben) nicht als Frauen fühlen, lässt sich einfach beweisen, indem wir uns die Frage beantworten, &lt;em&gt;ob nun die muslimischen Männer oder dessen Frauen die Verursacher sind, wenn Frauen ohne Kopftuch sich nicht mehr wohl fühlen können,&lt;/em&gt; und aus der Antwort dann wieder die Parallele ziehen.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der nächste absolut notwendige Schritt für die weibliche Emanzipation funktioniert nicht ohne die wahrgenommene Verantwortlichkeit der Männer. Das Problem ist, dass allgemein angenommen wird, (weil ironischerweise das die Frauen selbst immer so behaupten) Schönheitsoperationen und Qual-Diäten geschähen auf absolut freiwilliger Basis, ein blauäugiger Glaube an die weibliche Vernunft und die menschliche Wahlfreiheit, doch ich wage hier einmal zu behaupten, dass Frauen die sich die Lippen spritzen lassen, ebenso unfrei handeln, wie Frauen, die ein Kopftuch tragen, doch wurde dieses &lt;em&gt;Verlangen &lt;/em&gt;(nicht nur die Norm!)&lt;em&gt; &lt;/em&gt;so stark anerzogen, dass Frau selbst den ständigen gesellschaftlichen Druck nicht mehr wahrnehmen kann und davon überzeugt ist aus freien Stücken zu handeln.&lt;br /&gt;Ein Blick, ein kleiner Witz, eine nette Bemerkung ist als einzelne losgelöste Handlung durchaus kein Desaster, doch sie sind die subtilen und somit gefährlichsten Äusserungen falscher Wertemuster unserer Kultur und somit aus Prinzip absolut verwerflich, weil Frau allein deren Wirkung nicht kapieren kann!&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-5976475470711991370?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/5976475470711991370/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2010/03/frau-vergleiche.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/5976475470711991370'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/5976475470711991370'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2010/03/frau-vergleiche.html' title='Frau vergleiche'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/S4wgE2wul3I/AAAAAAAAACs/6oJbZsXtHXw/s72-c/muslimische+Frau.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-5954050834977404399</id><published>2010-02-06T23:42:00.005+01:00</published><updated>2010-02-07T00:06:57.818+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Posts'/><title type='text'>Geschlechterdiskrepanzen – eine Selbsterfahrung</title><content type='html'>&lt;span xmlns=""&gt; &lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ob biologisch bedingt, ob anerzogen, medial heran gezüchtet oder ob die Kombination aller Faktoren die Diskrepanzen zwischen Mann und Frau herauf beschwören, spielt letzten Endes keine Rolle, denn die Diskrepanzen bestehen, unabhängig ihres Ursprungs. Natürlich lässt sich diese Frage stellen, um einige weitreichendere, grundlegendere Diskussionen zu führen, so zum Beispiel, ob unser Verhalten als &lt;em&gt;Mann &lt;/em&gt;oder als &lt;em&gt;Frau &lt;/em&gt;biologisch notwendig und damit unumgänglich ist, oder ob wir mit diesem Rollenverhalten unserer eigenen Person Schranken setzten, die unsere Freiheit begrenzen, unsere Empfindungen und Wertungen beeinflussen und unser Verhalten steuern, womit wir also selbst in diesem elementaren Grundverhalten als &lt;em&gt;entweder oder&lt;/em&gt;, also als Mann oder Frau, meist ohne Graustufen, nur eine gesellschaftliche Konzeption sind, woraus sich schliessen liesse, dass die Institutionen der Gesellschaft (Familie, Bildung, Medien…) eine fast absolute Macht, eine beinahe vollkommene Steuerungskontrolle über das Individuum haben, womit das &lt;em&gt;Konzept Individualität &lt;/em&gt;in sich selbst zerfällt. Dennoch will ich diese Frage hier nicht thematisieren, weil sie einen extrem bitteren Nachgeschmack besitzt, denn wenn man zu beantworten versucht, warum diese Diskrepanzen bestehen, sucht man zwar &lt;em&gt;nur&lt;/em&gt; nach einer Erklärung, doch nicht nach einer nüchternen, sondern nach einer vernünftigen, womit die Unterschiede zwischen den Geschlechtern primär als unvernünftig und somit negativ eingestuft werden. Fakt ist aber, dass die Geschlechter gegenseitig von den bestehenden Unterschieden lernen, also profitieren können, was ich mit Hilfe folgender Fixpunkte zu begründen versuche. (Wobei ich mich nur auf die Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen &lt;em&gt;Persönlichkeitsmerkmalen&lt;/em&gt; beziehe, nicht aber auf die Diskrepanzen der gesellschaftlichen Rollen und deren Status!)&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Was man in Männerferien kaum antrifft:&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Morgendliche Kommentare über die heutige Kleiderwahl.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Diskussionen, ob man asiatisch oder italienisch Essen geht.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Entwürdigende Worte über Menschen, die alle kennen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die Frage: "Wie geht es dir?", es sei denn, man vermutet beim andern einen zünftigen Kater.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Melancholische, "die ganze Welt ist scheisse" - Stimmung.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ein strukturiertes Programm für den Tag.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Widerstand, weil das Programm geändert wird.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Antrieb vor zehn aus dem Bett zu sein.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Schamgefühl. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt; &lt;/div&gt;&lt;p&gt;Was man bei Frauenferien selten antrifft:&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Lachen über einen Witz, der schon hundertmal gefallen ist.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Überhaupt auf so viel Lachen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Auf so viel Kater.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Entwürdigende Worte über Menschen, die keiner kennt.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Abschätzige Kommentare über das andere Geschlecht.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Auf Notenskalen für das andere Geschlecht.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Melancholische "die ganze Welt ist gegen mich" – Kommentare&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Auf Tage, die man im Bett verbringt.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Triumphgefühl.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Die erste Ableitung zeigt folgende Extremalstellen:&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Männer brauchen nach den Ferien Ferien, um sich zu erholen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Frauen benötigen vor den Ferien Ferien, um sich vorzubereiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und den Schnittpunkt finden wir hier:&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Frauen haben einen Geltungsdrang vor anderen Männern, Männer ebenso.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Differenzierter betrachtet muss ich anfügen, dass beide Geschlechter mit ihrem Verhalten gegen den Nullpunkt streben, dummerweise die Einen von untern, die Anderen von Oben, wobei dahingestellt sein soll, wer sich von woher diesem Punkt nähert. Paradoxer Fakt ist, dass Männer und Frauen sich genau wegen des gemeinsamen Schnittpunktes niemals treffen, bzw. verstehen werden, denn solange die männliche Dynamik bedingt, dass Männer sich untereinander zu behaupten haben, werden Frauen ihr Geltungsstreben nicht durch die Männer befriedigt bekommen.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;(Beispiel gefällig? : Die weibliche Dynamik bedingt, dass nach drei stündiger Beratung, an der sich alle Freundinnen beteiligen, weil sie genau wissen, was dem Freund ihrer Freundin gefällt, denn sie wissen eben alles über ihn, endlich das passende Ferienmitbringsel gefunden wurde, während Männerdynamik bedingt, dass ein Mitbringsel als lasterhafte Verpflichtung angesehen wird, die sich mit der Begrünung "beziehungsverlängernd" zu rechtfertigen hat.)&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Aus diesen beiden spezifischen Verhaltensweisen ergäben sich, losgelöst von der ganzen Dynamik in der Gruppe, wertvolle Charaktereigenschaften, sowohl für Mann wie auch für Frau. So scheinen die Beziehungen unter Frauen vertrauter, offener, ehrlicher, emotionaler, unterstützender, weil sie sich voreinander weniger behaupten müssen. Die Beziehungen unter Männern dagegen scheinen belastbarer, unkomplizierter, heiterer, gelassener.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Ich denke, damit könnte man auch begründen, warum Frauen tendenziell früher entwickelt sind als Männer, weil sie sich gegenseitig in ihrer Entwicklung unterstützen, während Männer sich dabei eher hemmen. Durch diesen beinahe Alleingang werden Männer vielleicht aber potentiell auch stärker, emotional weniger angreifbar.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Beides aber, die weibliche emotionale Empfindlichkeit und die männliche geistige Gelassenheit haben ihren Wert.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Emotionale Gelassenheit und geistige Empfindlichkeit heisst der wertvolle Kompromiss.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/S23z-rlDQpI/AAAAAAAAACk/V9WW1uyWjI0/s1600-h/Backpacker%27s+Hostels.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 400px; FLOAT: left; HEIGHT: 300px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5435268583481623186" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/S23z-rlDQpI/AAAAAAAAACk/V9WW1uyWjI0/s400/Backpacker%27s+Hostels.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;span xmlns=""&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/S23z-rlDQpI/AAAAAAAAACk/V9WW1uyWjI0/s1600-h/Backpacker%27s+Hostels.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span xmlns=""&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span xmlns=""&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/S23z-rlDQpI/AAAAAAAAACk/V9WW1uyWjI0/s1600-h/Backpacker%27s+Hostels.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span xmlns=""&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;In diesem Sinne: Danke Jungs für die tollen Ferien, hab euch ins Herz geschlossen. &lt;span style="font-family:Wingdings;"&gt;J&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-5954050834977404399?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/5954050834977404399/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2010/02/geschlechterdiskrepanzen-eine.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/5954050834977404399'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/5954050834977404399'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2010/02/geschlechterdiskrepanzen-eine.html' title='Geschlechterdiskrepanzen – eine Selbsterfahrung'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/S23z-rlDQpI/AAAAAAAAACk/V9WW1uyWjI0/s72-c/Backpacker%27s+Hostels.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-3977381930672871664</id><published>2010-01-22T23:14:00.003+01:00</published><updated>2010-01-22T23:21:55.696+01:00</updated><title type='text'>Vogelfrei – ein literarischer Versuch</title><content type='html'>&lt;span xmlns=""&gt; &lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;Seinen Hut hängte er an den Kleiderständer, seine Aktentasche warf er mit schonender Wucht darunter, holte sich ein kaltes Bier aus dem Kühlschrank und setzte sich damit auf den Balkon. Von dort aus beobachtete er, wie er es fast täglich tat, die Vögel, die sich in den Bäumen tummelten und genoss dazu Schluck für Schluck vom kalten Alkohol. An jenem Tag war der Genuss besonders intensiv, denn er wusste, er würde die Vögel zum letzten Mal sehen müssen. Seinen langweiligen Bürojob hatte er, wie seine Aktentasche schonend wuchtig hingeschmissen und war soeben für lange Zeit von der Arbeit nach Hause gekehrt. Von nun an war er frei wie ein Vogel. Den ersten Schritt in seine Unabhängigkeit schenkte ihm vor einigen Monaten seine Frau, indem sie ihm mitteilte, dass sie sich scheiden lassen wolle, weil sie einen anderen, einen besseren Mann, kennen gelernt habe und nun endlich wagte er den zweiten Schritt Richtung Unabhängigkeit und sagte auch seinem Chef, dass er etwas anderes, etwas besseres mit seinem Leben vorhabe. Nichts hielt ihn mehr hier in dieser öden Gegend, seine Gedanken waren schon lange in der Karibik angekommen, die er von den Ferien mit seiner Frau so gut kannte und so sehr liebte und wo er plante das Ende seines Lebens zu leben, statt dieses abzuwarten.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;Kurze Zeit später steht er am Flughafen übervoll mit Koffern und Vorfreude bepackt, doch ebenso kurze Zeit später, kaum in der Karibik angekommen, erreichte ihn ein Telegramm, was ihn nicht minder erstaunte, da er keine Erklärung für diese dringende Kontaktaufnahme sah, aber es gab sie.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;Worüber er im Telegramm unterrichtet wurde, kann der Leser sich gerne aussuchen, die Möglichkeiten sind zahlreich:&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;Sein Bruder ist in der Schweiz erkrankt und benötigt eine Nierenspende. &lt;/p&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;Sein Vater ist verstorben und setzt ihn als rechtmässigen Erben des Familienunternehmens ein. &lt;/p&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;Seine Frau ist schwanger, das Kind noch von ihm. &lt;/p&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;Der Beweggrund ist an dieser Stelle unwichtig. Von Belang ist nur, dass seine Erwartung an die Freiheit der Vergangenheit zum Frass vorgeworfen wurde und er ihrem Ruf folgen wird, zurück in seine Heimat, zurück in die Abhängigkeit, die er nie hinter sich gelassen hat, denn er ist vogelfrei.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p style="TEXT-ALIGN: justify"&gt;Diese Geschichte, ist eigentlich meine Geschichte, doch könnte sie ebenso gut zu deiner Geschichte werden, darum steht sie hier. Hätte er weder geliebt, noch wäre er je geliebt worden, könnte diese Geschichte ein sonniges Ende finden, doch ob dies das glücklichere Ende wäre? Open End.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-3977381930672871664?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/3977381930672871664/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2010/01/vogelfrei-ein-literarischer-versuch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/3977381930672871664'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/3977381930672871664'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2010/01/vogelfrei-ein-literarischer-versuch.html' title='Vogelfrei – ein literarischer Versuch'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-2534080839857899448</id><published>2010-01-22T23:08:00.001+01:00</published><updated>2010-02-07T00:08:31.670+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-2534080839857899448?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/2534080839857899448/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2010/01/vogelfrei.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/2534080839857899448'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/2534080839857899448'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2010/01/vogelfrei.html' title=''/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-7342455633253514142</id><published>2009-12-15T22:06:00.004+01:00</published><updated>2009-12-15T22:43:20.618+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Posts'/><title type='text'>I han es Zündhölzli azündt...</title><content type='html'>Gerne wäre die Schweiz eine &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Insel&lt;/span&gt;, die sich mitten im Sturm rettend vor den Hilfesuchenden auftut. In Wirklichkeit aber entspricht sie mehr einer &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Fatamorgana&lt;/span&gt;, deren rettende Hoffnung im Nichts verpufft, sobald man sich ihr nähert. Denn noch immer hat die Schweiz ihre kleinkindliche Phase des &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Fremdelns&lt;/span&gt; nicht überwunden, noch immer ist sie durch ihre inzestuöse Bindungen an die Märchen und Mythen, die sie umgeben, gebunden. Noch immer ist die Schweiz, warum sie 1291 geschaffen wurde: ein Land aus einem unangenehmen Bedürfnis heraus: &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Angst&lt;/span&gt;. Wir schwammen ganz allein von Kriegen davon, die Schweiz entkam der roten Invasion und jetzt müssen wir uns auch noch vor dem Minarett-Terrorismus in Sicherheit bringen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Wir können nachts nicht schlafen&lt;/span&gt;, weil wir fest daran glauben, dass unter dem Bett ein böses Monster auf uns lauert und uns fressen will. Wir glauben, indem wir nur Angst haben, das Monster fern zu halten, denn dieses riecht unsere Angst und wird sich, davon eingeschüchtert, geradewegs verziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Wovor&lt;/span&gt; fürchten wir uns?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haben Kulturen gefressen und &lt;span style="font-size:130%;"&gt;gefressen&lt;/span&gt; und gefressen und sind noch immer dabei. Zig Länder wurden im Namen Europas christianisiert, wir haben der ganzen Welt die &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Liebe&lt;/span&gt; zum Kapitalismus gelehrt, brachten unsere Kultur in das Wohnzimmer der geographisch entferntesten Länder -dem Fernseher sei &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Dank&lt;/span&gt;- und heute fürchten wir uns, von all unseren Gaben auch nur den kleinsten Teil zurück zu nehmen. Ist das Arroganz? Egoismus? Gar Hochmut? Mehr &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Grossgesinntheit&lt;/span&gt;, wenn ich bitten darf!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Worum&lt;/span&gt; geht es uns?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Den einen geht es tatsächlich um Minarette.&lt;/span&gt; Sie wollen nicht mit dem Auto durch die Schweiz fahren und nur noch Türme mit Halbmonden sehen. Der Intelligenzgrad dieser Aussage lässt zweifeln, ob diese überhaupt wissen, was ein Auto ist. (Ironie, dass der Wortlaut von Mister Schweiz Renzo Blumentopf stammt.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Den anderen geht es um die Unterdrückung der Frau.&lt;/span&gt; Sie wollen nicht ein Symbol der Macht gestatten, das einer Religion angehört, die die Frauen klar unterdrückt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht erinnert sie das zu stark an &lt;span style="font-size:130%;"&gt;alte Zeiten&lt;/span&gt;?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht haben sie Angst, unsere Männer könnten dann auch von unbewussten Machtgelüsten gepackt werden? Es könnte ja durchaus sein, dass wir Frauen nach vierzig Jahren schon wieder genug von unserer &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Mitsprache&lt;/span&gt; haben und froh sind von der verantwortungsvollen &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Freiheit &lt;/span&gt;losgesprochen zu werden. (Politik ist eben doch zu anstrengend und nichts für die &lt;span style="font-size:130%;"&gt;zimperliche Frau&lt;/span&gt;.)&lt;br /&gt;So haben wir Bemitleidenden (oder sollte ich sagen Besserwisser?) auch schon alles unternommen, um diese Frauen aus ihrer Unterdrückung zu &lt;span style="font-size:130%;"&gt;befreien,&lt;/span&gt; zum Beispiel einmal mit einer betroffenen Frau gesprochen, auch schon einen Kulturtreff besucht, oder ganz viele Nachbarschaftliche &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Beziehungen&lt;/span&gt; aufgebaut. Die Islamisierung ist schliesslich in einem solch bedrohlichen Stadium, dass es von kopftuchtragenden Frauen, denen wir unsere Hilfe anbieten können, nur so wimmelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es könnte sein, dass unsere beiden Kulturen weiterhin &lt;span style="font-size:130%;"&gt;unberührt&lt;/span&gt; nebeneinander her leben, so als sei der andere inexistent, wir uns einfach ignorieren und keine Schnittstellen aufbauen, so dass ihnen jegliches Erleben unserer Kultur verunmöglicht würde, sie, also die Minarettbenützer, sich ungehindert &lt;span style="font-size:130%;"&gt;vermehren&lt;/span&gt;, immer mehr Kinder kriegen und immer im stetigen Wachstum mehrheitsfähig werden und dann, weil auch drei Generationen später, dies ist selbst im grössten &lt;span style="font-size:180%;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;science fiction&lt;/span&gt; Horro&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;span style="font-size:180%;"&gt;rszenario&lt;/span&gt; &lt;/span&gt;das Minimum der benötigten Zeit, dann könnte es sein, dass sie uns mit unseren eigenen Waffen &lt;span style="font-size:130%;"&gt;schlagen&lt;/span&gt; und mit den Mitteln der Demokratie dieselbe ausser Kraft setzten und in zweihundert Jahren in der Schweiz die Herrschaft an sich gerissen haben. Das hiesse dann, &lt;span style="font-size:130%;"&gt;adieu&lt;/span&gt; mit unseren wohlverdienten Goldvrenelis, Muezzingesang statt Alphorngebläse, Mezzeh statt Rösti und Kopftuch statt Tracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann könnte es sein, dass sich auf dem &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Bern Bundesplatz&lt;/span&gt; folgende Szene abspielt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Bundesrat hat sich an diesem Samstag versammelt, um dem Schweizer Volk für seine tatkräftige Unterstützung für die strenge Zeit der Islamisierung zu danken. Micheline Calmy Rey erscheint hinter dem Redner Pult und trägt aus Solidarität mit den mehrheitsfähigen Islamisten eine Burka. Ungeduldig schaut sie immer wieder auf ihre Armbanduhr, denn der Ueli lässt noch immer auf sich warten, aber der kommt, seit die Kirchglocke in seiner Gemeinde vor einigen Wochen den Betrieb eingestellt hat, einfach nicht mehr pünktlich. Obwohl noch immer zu sechst, beginnt Bundesrätin Calmy Rey folgende Rede:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Schwyzervolk weiss, was es gschlagä hett und was für üses Land ufem Spiel staht. Es hät sini beschtä Chräft iigsetzt zum dur e langjährigi Offensive di bisherigi Bauschlacht unter allne Umstände zgwinne.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Man hört einen Lautsprecher knacksen, ein kurzes Rauschen und die Arabische Übersetzung ertönt über den Platz.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Nirgends in Europa isch d Moscheedichti so hoch, wie i de Schwyz. Wenn diejenige, wo glaubed, die islamfründlichi Basis müesse zkritisiere, settet emal so richtig Iiblick becho, i das, was die hüt alles leischtet. Mit wellere Energie, mit welem Pflichtgfühl, mit weller Liebi, si in aller Stilli ihri schwere Gebet verrichtet. Da würed üsi Kritiker nume so stuune und sogar s Muul offe vergässe. Sehr wohl bechämed sie en angeri, e höcheri Meinig vom annektierte Islam. Hüt muss die islamischi Basis gspüre, dass s ganze Schwyzer Volk hinger ihre steiht, dass es ihri Gsetz anerchennt, dass es mit ihne sypathisiert und dass mer nid, wie das früecher mal vorcho isch, verachtend über se redt oder gar d Nase rümpft. Hie u da…&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Wieder ein knacken im Lautsprecher, die Übersetzung verstummt, dafür hallt vom Minarett neben dem Bundeshaus Gebetsgesang über den ganzen Platz. Die Bundesrätin beginnt mit aller Energie zu schreien, dass auch die letzten Worte, die Zuhörer noch erreichen.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;HIÄ U DA, WIRD’S A ZARTE HÄNGE EINIGI BLATERÄÄ GÄÄÄ, DOCH SOOO SCHLIMM ISCH DAS NID!! WO ICH ZUM ERSCHTE MAL, EN SCHLEIER TREIT HAN, ISCH ES MIR NID BESSER GANGÄÄ. DAS ABER, ISCH LAAANG VERBII UND JETZT HANI AU UF DE NASE GNÜEGEND HUUT!!&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Michelines Kopf ist vor Anstrengung rot geworden. Die Zuhörer drehen sich um, man erkennt einen kleinen Mann im grauen Jackett, der mit dem Aktenkoffer unter dem Arm auf den Platz zu rennt. Es ist Ueli, hastig winkt er mit der freien Hand und schreit.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Hallooooooo, haaaalllooooo, han eu doch gseit, ihr selled uf mit waarte mit aafangä. Hani vill verpasst? …&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Es erklingt Mani Matters Musik)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;….töm …..töm…. Gottseidank dass miär diä Minarett verbote händ!&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;object width="320" height="266" class="BLOG_video_class" id="BLOG_video-a28ee28e27005cf6" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/get_player"&gt;&lt;param name="bgcolor" value="#FFFFFF"&gt;&lt;param name="allowfullscreen" value="true"&gt;&lt;param name="flashvars" value="flvurl=http://v13.nonxt7.googlevideo.com/videoplayback?id%3Da28ee28e27005cf6%26itag%3D5%26app%3Dblogger%26ip%3D0.0.0.0%26ipbits%3D0%26expire%3D1331781695%26sparams%3Did,itag,ip,ipbits,expire%26signature%3D19BCBD7D209644C37594DA7BA185AA7B62D87CED.68FEDC473223F30DADA802973DEB359F01F7E14%26key%3Dck1&amp;amp;iurl=http://video.google.com/ThumbnailServer2?app%3Dblogger%26contentid%3Da28ee28e27005cf6%26offsetms%3D5000%26itag%3Dw160%26sigh%3DlGY1yz8NgfOSkZ5SRTMTmau6q3E&amp;amp;autoplay=0&amp;amp;ps=blogger"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/get_player" type="application/x-shockwave-flash"width="320" height="266" bgcolor="#FFFFFF"flashvars="flvurl=http://v13.nonxt7.googlevideo.com/videoplayback?id%3Da28ee28e27005cf6%26itag%3D5%26app%3Dblogger%26ip%3D0.0.0.0%26ipbits%3D0%26expire%3D1331781695%26sparams%3Did,itag,ip,ipbits,expire%26signature%3D19BCBD7D209644C37594DA7BA185AA7B62D87CED.68FEDC473223F30DADA802973DEB359F01F7E14%26key%3Dck1&amp;iurl=http://video.google.com/ThumbnailServer2?app%3Dblogger%26contentid%3Da28ee28e27005cf6%26offsetms%3D5000%26itag%3Dw160%26sigh%3DlGY1yz8NgfOSkZ5SRTMTmau6q3E&amp;autoplay=0&amp;ps=blogger"allowFullScreen="true" /&gt;&lt;/object&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a name="OLE_LINK4"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a name="OLE_LINK3"&gt;Es folgt das erlösende &lt;span style="font-size:130%;"&gt;Ende.&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wovor genau fürchten wir uns jetzt schon wieder??&lt;br /&gt;Ah genau, die singende Invasion; ich habe sie gezääählt, dass mir auch nicht eines feeehlt, an der ganzen grossen Zaaaahl, an der ganzen grossen Zaaaahl:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am letzten Samstag ein Kopftuch am vorletzen waren es schon vier. Ah ja und die einzige Person, die in den Laden kam und kein Wort Deutschsprach, sieht verdächtig nach einer importierten Asiatin aus und hat &lt;span style="font-size:130%;"&gt;kein&lt;/span&gt; Kopftuch getragen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Und wer will, darf jetzt noch rätseln woher die Rede ursprünglich stammt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-7342455633253514142?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/7342455633253514142/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/12/i-han-es-zundholzli-azundt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/7342455633253514142'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/7342455633253514142'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/12/i-han-es-zundholzli-azundt.html' title='I han es Zündhölzli azündt...'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-6819175298922386550</id><published>2009-12-07T21:59:00.006+01:00</published><updated>2009-12-07T22:27:42.093+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Posts'/><title type='text'>JA - Schweizerdeutsch / Schweizerdeutsch - JA</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/Sx1waVzqKjI/AAAAAAAAACc/q0VKqpJNv_Q/s1600-h/ja.bmp"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 252px; FLOAT: left; HEIGHT: 252px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5412605925001931314" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/Sx1waVzqKjI/AAAAAAAAACc/q0VKqpJNv_Q/s400/ja.bmp" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;a name="OLE_LINK4"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;a name="OLE_LINK3"&gt;Mein Senf, der jetzt, weil mich schon fürsorgliche Anrufe erreichten, ob ich in der Tat ausgewandert sei, doch noch kommt:&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Bin ich nicht, noch nicht, doch hat es mir das Schweizerdeutsch verschlagen, mein Verstand hat sich krankgeschrieben, seit einer Woche meldet mein Kopf nur noch &lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;E R R O R&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;br /&gt;Der letzte Sonntag gleicht eher einer Meinungsumfrage, denn an einer Volksabstimmung. Es hagelt von Meinungen, die begründen, was das im Affekt gewählte &lt;em&gt;JA&lt;/em&gt; bedeutete, was zwischen die Zeilen alles geschrieben wurde und was man jetzt glaubt lesen können. In der Erziehung hat man erkannt, wie weitreichend die negativen und wie unerreichbar die positiven Folgen von Affekthandlungen sind. Man fordert Inne zu halten, zu reden, im Notfall zu ignorieren, doch auf keinen Fall zu schlagen. Man hat es eingesehen. Zumindest in der Erziehung. In der Politik ist Handeln im Affekt nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht, so haben zu viele Schweizerinnen und Schweizer letzten Sonntag dreimal um die eigene Achse ausgeholt und mit geballter Kraft zugeschlagen. &lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;br /&gt;P E N G ! &lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;br /&gt;und gleich nochmal: &lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;br /&gt; &lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;P E N G ! &lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;br /&gt;Arbeitsplätze können tödlich sein. &lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;br /&gt;Minarette scheinbar auch. &lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;br /&gt;Meine Wangen schmerzen noch immer.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;br /&gt;Unintelligenterweise haben die mehrheitsfähigen Idioten übersehen, dass es auf dem Abstimmungszettel nur eine Zeile gibt. Kein Platz für ein Dazwischen.&lt;br /&gt;Politik hat einen Wirkungszweck, da sind Meinungen, die zum Christbaumschmuck verkommen sind, der reinen Dekoration dienen, fehl am Platz, weil da kein Platz ist. Medien als Einkaufsstrasse, wo sie sich präsentieren, die Meinungen, glänzend, fabrikneu, Massenproduktion. Man bringt sie, wohlbehütet nach Hause und hängt sie für jedermann sichtbar, an den Weihnachtsbaum, steht davor und betrachtet ihn stolz im Glauben, in ihm eine wahre Bedeutung zu erkennen.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Politik aber soll wirken, nicht schmücken. Sie erfordert Standpunkte, Ziele und Visionen nicht Empfinden, Glauben oder Reaktionen. Ich fordere die Interpretationsfreiheit aus der Verfassung zu streichen, über die Politik auf der Metaebene zu politisieren, und über ihre Funktion und Ziele neues Bewusstsein zu erlangen. Politik erfordert Verantwortung keine Meinungen, dazu gibt es Blogs. Meine Meinung.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Und noch etwas mehr davon: Schade ist der Muezzingesang der vier Minarette in der Schweiz so laut, dass er jede Diskussion über den vom neutral naiven Schweizer gutgeheissenen Kriegswaffenexport übertönt. Ich befürchte stilles Aufatmen bis stille Schadenfreude über die abgewendete Konfrontation seitens unserer Politiker.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;br /&gt;Und gleich noch mals: Ich liebe Minarette und deren Klang und ginge es nach mir, dann lieber Ankara statt Aarau, denn die Stadt ist wunderbar.&lt;br /&gt;Selbst das Römische Reich musst irgendwann untergehen, heute trauert niemand mehr darum,  da muss sich unsere Reduitromantik nicht viel vormachen.&lt;a name="OLE_LINK4"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-6819175298922386550?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/6819175298922386550/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/12/ja-schweizerdeutsch-schweizerdeutsch-ja.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/6819175298922386550'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/6819175298922386550'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/12/ja-schweizerdeutsch-schweizerdeutsch-ja.html' title='JA - Schweizerdeutsch / Schweizerdeutsch - JA'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/Sx1waVzqKjI/AAAAAAAAACc/q0VKqpJNv_Q/s72-c/ja.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-5962320467391310742</id><published>2009-11-22T09:01:00.004+01:00</published><updated>2009-11-22T09:47:06.561+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Posts'/><title type='text'>Mir stinkt's!</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Morgens um neun steht eine alte Frau, schlecht geschätzte 80 Jahre, bei uns im Lebensmittelladen. Ich bemerke sie, weil meine Kollegin, an deren Kasse die alte Frau steht, zu würgen beginnt, das Gesicht verzieht und mich wissen lässt, obwohl allein schon ihr Ausdruck Bände spricht, dass sie sich beinahe übergeben muss. Grund: die alte Frau stinkt und zwar gewaltig. Und nicht nur das, auch ihre Haare triefen vor Fett und die Kleider scheinen seit Zeiten ungewaschen, doch die alte Frau, sie strahlt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ursache für den Gestank Nr.1:&lt;br /&gt;Die alte Frau sieht und riecht sich selbst nicht mehr, nimmt daher nicht wahr, dass sie für ihr Umfeld solch eine Plage ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ursache für den Gestank Nr.2:&lt;br /&gt;Vielleicht weiss sie durchaus über ihre Ausdünstung Bescheid, ist aber körperlich nicht mehr in der Lage etwas dagegen zu unternehmen und geistig noch zu vital, um etwas dagegen machen zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ursache für den Gestank Nr. 3:&lt;br /&gt;Unabhängig davon, warum die Frau nichts gegen ihre Ausdünstung unternimmt, ist klar, dass auch kein soziales Umfeld da ist, das dies für sie übernimmt und sie auf ihren unerträglichen Zustand aufmerksam macht. Also keine familiäre Einbindung, weder Kinder, noch Ehemann, noch Geschwister, Cousinen …, keine Kaffeklatsch-Freundinnen, kein Nachbarschaftsnetzt, keine Seniorentreffs, rein gar nichts, was sich verantwortlich fühlt, dieser alten Frau zu sagen, dass sie stinkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Vorstellung, dass sich irgendwann jedes Schwein nur noch einen solchen Scheissdreck um einen kümmert, dass man selbst zum Schwein wird, ohne es zu bemerken, ist, zumindest für mich, ganz schön beängstigend.&lt;br /&gt;Die menschlichste Lösung aus diesem Desaster wäre, dass jeder einzelne wieder lernt Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen, denn wir alle sind Kinder, Neffen und Nichten, sind Nachbaren und könnten sogar Freunde sein. Die einzige Verantwortung, die wir aber heute noch tragen wollen, oder können, ist die bezahlte und so bleibt nur die Möglichkeit &lt;em&gt;Sozialarbeiter&lt;/em&gt; für das Flicken solcher Zustände einzuspannen. Die putzen quasi den Dreck der Kapitalismusverliebten auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier eine Alternative: Es wäre zweckgemäss das Verkaufspersonal für solche Fälle zu schulen und zur Verantwortung zu ziehen, denn erstens bekommen die alles mit, da keiner ums Einkaufen kommt. Von einfachen Alkoholfahnen am frühen Morgen über blaue Flecken in Frauengesichtern oder Kinderköpfen, über Ausländerinnen, die auch nach zig Jahren noch immer einen Übersetzter für den Kaufbetrag benötigen, bis hin zu stinkenden alten Frauen und selbst mit abgewiesenen Asylsuchenden kennt sich zumindest die Migros bestens aus. Zweitens wäre dies auch eine sinnvolle Ergänzung zur Arbeit im Verkauf und schliesslich wird, wer über die Kompetenzen verfügt, einen potentiellen Dieb zu überführen, auch in der Lage sein, einer alten Frau zu vermitteln, dass sie stinkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwas weniger Arbeitsteilung dafür mehr Sinnstiftung auf mehreren Ebenen oder mehr Verpflichtung für jeden einzelnen &lt;em&gt;significant caring person&lt;/em&gt; zu sein, was so viel heisst wie &lt;em&gt;gelebte Nächstenliebe&lt;/em&gt; auf Postmodern und schlicht bedeutet wieder etwas mehr verantwortungsbewusste Geschwister, Kinder oder Nachbaren zu sein und vielleicht sogar Freunde zu werden. Was schlicht bedeutet sich wieder einmal über seinen Horizont hinaus zu kümmern.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-5962320467391310742?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/5962320467391310742/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/11/mir-stinkts.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/5962320467391310742'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/5962320467391310742'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/11/mir-stinkts.html' title='Mir stinkt&apos;s!'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-6118622267894797196</id><published>2009-11-13T21:10:00.002+01:00</published><updated>2009-11-13T21:16:52.986+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Posts'/><title type='text'>Ooohh du Fröööhlicheeeee</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/Sv29hGIpQhI/AAAAAAAAACM/tOQFuRDerpU/s1600-h/oss_weihnachten_end.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 245px; FLOAT: left; HEIGHT: 251px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5403683504194667026" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/Sv29hGIpQhI/AAAAAAAAACM/tOQFuRDerpU/s320/oss_weihnachten_end.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Die Migros macht nun offiziell, was man schon seit einiger Zeit vermuten konnte: Weihnachten ist nicht mehr länger ein Fest der Liebe, sondern das Fest der Wünsche und als ob damit Weihnachten vom Zweck nicht genug entfremdet wäre, dürfen wir diese Wünsche neuerdings auch am 26.Dezember und am 2.Januar grenzenlos befriedigen, weil jede einzelne Migros Filiale im Kanton Aargau und Solothurn an diesen Tagen geöffnet sein wird!&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Die Migros erklärt, der Herr Coop sei schuld, weil der sich nicht an die getroffene Vereinbarung halte, somit sei die Migros in ihrer Opferrolle gezwungen mitzuziehen. Für ihre feiertägliche Arbeit werden die Mitarbeiter zwar dementsprechend entschädigt werden, doch ob fehlende Weihnachtserinnerungen wirklich durch Geld ersetzt werden können?&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Um sachlich zu bleiben, muss ich an dieser Stelle ergänzen, dass ich weniger die armen Detailhandelsangestellten als Opfer sehe, als alle die armen Kinder, deren Eltern tatsächlich am 26.Dezember lieber einkaufen gehen, statt Besuch zu empfangen und die familiäre Zeit zu geniessen. Meine besondere Sorge geht natürlich an all jene Kinder, die an diesem Tag ihre Mutter in der Migros besuchen müssen, wenn sie etwas von ihr haben möchten.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Dennoch ist für mich durchaus nachvollziehbar, dass eine Einkaufsplanung für drei Tage in Folge einem massiven Einschnitt in die persönliche Freiheit gleichkommt und Ladenöffnungszeiten diskriminierende gesellschaftliche Strukturen darstellen, denen der Kunde sich nicht beugen darf. Und noch mehr Verständnis habe ich dafür, dass die Migros auch diesem Kundenwunsch nachkommt, da in der Tat die Möglichkeit besteht, dass die lieben Kunden sonst am Montag die Migros boykottieren  und aus Trotz keine Nahrungsmittel mehr kaufen, weil sie dies schliesslich am 26.Dezember auch nicht konnten.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Kurzum: an solchen Tagen Einkaufen zu gehen offenbart, dass man entweder der sozialen Isolation entflieht, die an Weihnachten besonders schwer lastet oder dass man sich wie die Migros offiziell dazu bekennt, das Fest der Wünsche statt der Liebe zu feiern. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich rate davon ab, mir an diesem Tag unter die Augen zu kommen.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-6118622267894797196?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/6118622267894797196/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/11/ooohh-du-frooohlicheeeee.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/6118622267894797196'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/6118622267894797196'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/11/ooohh-du-frooohlicheeeee.html' title='Ooohh du Fröööhlicheeeee'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/Sv29hGIpQhI/AAAAAAAAACM/tOQFuRDerpU/s72-c/oss_weihnachten_end.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-2123766084326755828</id><published>2009-11-02T21:40:00.004+01:00</published><updated>2009-11-02T21:52:18.791+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Posts'/><title type='text'>Wunschträume im Alter</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Wunschträume im Alter stammen oft noch aus unserer Jugend, weil wir in der Zeit dazwischen vergessen haben, sie zu realisieren.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daraus lassen sich zwei Dinge schliessen:&lt;br /&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;Wunschträume sind nicht zum Realisieren gedacht, weil sie ihren Zweck (Hoffnung spenden, uns anzutreiben, Identifikation und Sinn zu stiften) auch als, oder gerade als, Phantasiegebilde erfüllen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Spätestens im Alter müssen wir an unseren Kompetenzen, ein Leben zu führen, zweifeln.&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;Klar ist, dass Wunschträume sicherlich auch ohne dass sie realisiert werden, einen Zweck erfüllen und uns, einfach gesagt, Gutes tun. Dennoch werden Wunschträume nicht im Bewusstsein um diesen Zweck ausgetüftelt und somit gehe ich davon aus, dass wir unsere Wunschträume gerne in die Realität übertragen würden. Warum aber reichen 40 Jahre nicht, um einen Sprung mit dem Fallschirm zu wagen, um Englisch zu lernen oder nach Paris zu reisen? Vielleicht ist es wie beim Rauchstopp: Nie scheint der Zeitpunkt zu stimmen, nie genügend Mut vorhanden zu sein, ständig sprechen irgendwelche Umstände dagegen und dennoch leben wir in der ganzjährigen Illusion, unsere Wunschträume leben zu können, wenn wir nur wollten. Nur scheinen 40 Jahre nicht zu genügen, um einmal richtig zu wollen. Passend dazu, kann man ja Aktivierung jetzt auch als Therapie geniessen, das aber gibt schon wieder mehr zu denken, als in diesen Post gehört.&lt;/p&gt;So sind wir dann alt, müssen mit ansehen, wie unsere Wunschträume schon langsam am verrotten sind, lächeln etwas verlegen über uns selbst und bestärken uns in dem, was wir insgeheim schon immer gewusst haben: Nur Phantasten ergeben sich der träumerischen Magie, man selbst aber war eigentlich schon immer Vollblutrealist. Der Vollblütige begreift nur leider nicht, dass diese Überzeugung aus der mächtigsten Illusion besteht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-2123766084326755828?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/2123766084326755828/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/11/wunschtraume-im-alter.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/2123766084326755828'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/2123766084326755828'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/11/wunschtraume-im-alter.html' title='Wunschträume im Alter'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-7308945004400181695</id><published>2009-09-20T05:18:00.001+02:00</published><updated>2009-09-20T05:22:14.476+02:00</updated><title type='text'>LUFT ZUM LEBEN -Abschied vom blauen Dunst</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Einmal doch etwas Selbstdarstellung, weil ich glaube sie hat Unterhaltungswert. Zumindest für alle Sadisten unter euch.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Erwachen am frühen Morgen, aufstehen, Kaffee, Dusche, anziehen. Der letzte Blick zurück zum noch immer warmen, wohlriechenden Bett, das einen die ganze Nacht willkommen hiess.  Wehmütig kommt ins Bewusstsein, dass der Tag gerade erst beginnt. Elf Stunden, bis man das Bett endlich wieder sehen wird. Automatisch laufen die ganzen bevorstehenden Strapazen wie ein Film vor dem inneren Auge ab, mit jedem Bild resigniert man ein bisschen mehr, klammert sich sehnsüchtig an die letzten Erinnerungen kurz vor dem Eindösen, als das Jetzt noch so fern war. An solchen Tagen, die sich im Winter häufen, trample und trotze ich hoch zur Bushaltestelle und zünde eine zünftige Zigarette an. Rauchen bedeutet Schlaf.&lt;br /&gt;Für einen Moment nebelt der blaue Dunst mich ein, schliesst mich ab von der Aussenwelt, flösst das letzte bisschen Trotz in mich hinein, um dem Gräuel zu begegnen, von Angesicht zu Angesicht. Die Zeit bis zum nächsten Lichtblick rast schlagartige neun Stunden auf mich zu -denn die nächste Zigarette kommt bald.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So geht es mit vielen Momenten im Tag, einigen Abschnitten im Leben und wenige Augenblicke in der Nacht, Zeitspannen in denen ich froh bin zu rauchen. Wäre Zeit und Geld ausreichend vorhanden, würde ich es ununterbrochen tun, liesse weder Hand noch Mund davon. Weil man dem Rauchen unentwegt bedarf, wird jede Zigarette, der einen Moment der Entbehrung voraus ging, sei er auch noch so kurz gewesen, als eine Befriedigung eines hoch aufgestauten Bedürfnisses empfunden und damit als Glück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Glück ist aber auch, wenn die Zeit, in der der Bauch knurrt, die Spaghetti zwar kochen aber noch nicht ganz al dente sind, die Neugierde und damit die Ungeduld aufs Essen zu einer unüberwindbaren Hürde heran wachsen, durch die Zigarette davor zum Verschwinden gebracht werden kann. Rauchen heisst Essen. Wie von Zauberhand ist die endloslange Zeit, die Ungeduld und der Hunger verpufft, sobald der erste Rauch den Gaumen erreicht und ihn nährt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn nichts mehr geht, die Gedanken still liegen, die Finger wahllos über die Tastatur klappern, heisst rauchen Denken. Denken ohne rauchen ist wie der Himmel ohne Sterne, erfüllt zwar den Zweck aber ohne jeden Wert. Mitten im Dunkel der durchzechten Nacht sieht man nur das Flimmern des Bildschirms und die zarte rote Glut daneben. Die Hände rasten, mit ihnen der Kopf, der Rauch strömt in den Körper und treibt die Gedanken voran. Er jagt sie vom Gehirn durch den Bauch hinaus zu den Fingern, bis sie als schwarze Schrift verpackt auf dem Bildschirm zur Ruhe kommen und wirken.&lt;br /&gt;Selbst wenn ich am Abend wach im Bett liege, was sich zu allen Jahreszeiten häuft, nicht schlafen kann, weil rotierende Gedanken mich beschleunigen wie auf einem kaputten Karussell, das bald seine Pferde zu verlieren droht, ist der Gang zur Zigarette die einzige Hoffnung. Der Rauch dringt in mich ein, umzingelt die störenden Reste des Tages und frisst sie auf. Ready to sleep? Yes I am.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Besuch im Kaffee beobachtet man wie aus mehreren Ecken der blaue Dunst empor steigt, dahinter finden sich Leute unter angeregten Gesprächen verborgen oder hinter Zeitungsbergen begraben. Der Rauch legt sich vor fremden Blicken schützend um sie, jeder offene Kontakt wird durch die sanfte blaue Wand unterbunden. Für sich allein, gegen den Rest der Welt, doch was sie, die Raucher, zu verstehen geben: dieser Zustand sollte niemals enden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rauchen ist Nahrung für die Seele, Luft für die sekundäre Atmung. Der Körper wird lahmgelegt, die Welt zum Schweigen gebracht, man hat Raum zum Rasten. Für zehn Minuten klinke ich mich aus vom Geschehen der Welt, nehme mir Zeit und kehre in mich zurück, lasse die Seele baumeln und geniesse das Leben im Abseits, der Welt zum Trotz. Rauchen meint Fühlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rast, Rebellion und Resignation vereint die Zigarette in sich. Jede bestimmt für sich selbst, welchem Zweck sie dienen soll. Denken, Essen, schlafen und fühlen, Rauchen ist Luft zum Leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die genüssliche Romantik wird leider immer wieder unterbrochen von der ganzen Zeit zwischen dem grauen Nebel. Zurückgekehrt ins Diesseits, werfe ich die noch halb verwertbare Zigarette zu Boden, weil der Bus, zwar verspätet, für mich aber noch immer zu früh, in die Haltestelle einfährt, quetsche mich zwischen ebenso verschlafene Menschen und zwinge sie an meiner Raucherwelt Anteil zu nehmen. Die täglichen dreissig Minuten nach der morgendlichen Dusche sind die absolut einsamen, während denen ich niemanden durch meinen aufdringlichen, beinahe eindringlichen Rauchgestank belästige. Ironischerweise sind dies auch die einzigen dreissig Minuten, in denen ich keiner Menschenseele begegne. Die verlassene anwesende Nase, meine, ist lächerlicherweise zu unsensibel, um diese Feinheit an mein Hirn weiter zu leiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt Abende, da wird eine Zigarette nach der anderen reingezogen. Sie jagen die netten kleinen O2 Helferchen und machen ihnen den Gar aus. Schon lange ist jedes Bedürfnis zum Rauchen zünftig vergangen, denn das Getränk ist schon seit einigen Minuten leer, der Hals ist trocken, die Kehle schreit nach Wasser, doch der Raucher greift zur nächsten Zigarette. Weil der Weg zur Lunge langsam einem Aschenbecher gleicht, kann sie sich nicht mehr wehren, lautlos stirbt sie ab, doch der Raucher bleibt tapfer. Der Kopf registriert gegen Ende des Abends bei jedem einzelnen Zug, dass die Lunge keucht und die Zigarette nur noch ein Würgegefühl verursacht und obwohl von Genuss schon lange keine Rede mehr sein kann, nicht einmal mehr Sucht ein solch wahnsinniges Verhalten erklären kann, hält der Raucher durch, bis zum letzten Zug.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sonntag Morgen, Stress lass nach, gelobt seist du oh Kaffee und die genüssliche Zigarette dazu. Wäre an dieser Stelle noch ein Gefühl für meine Kehle vorhanden, hätte der Blick ins Tabakreservoir sich erübrigt, um nichts mehr zu finden, denn der infektiöse Halsschmerz wäre das eindeutige Indiz dafür, dass am Samstagabend wieder einmal kein Mass besessen wurde für das was gut tut und das was nahe dem Wahnsinn grenzt. Die krümelige Leere im Zigarettenpack herrscht über mich, durchbricht die hypothetische sonntägliche Ruhe und treibt mich kilometerweit zum nächsten Kiosk. Leicht gereizt raucht sich die Zigarette vor dem Kiosk wie von selbst, denn der Hals ist nach dem nächtlichen Eklat noch immer wie betäubt und schmeckt rein gar nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zigarette –allein schon dieses abscheuliche Wort konnte ich noch nie ausstehen. Nur die Abkürzung, die einen beim Aussprechen beinahe lautmalerisch an der Zunge kratzt und würgt ist noch ekelerregender und fast schon lächerlich ist die unverbindliche Lockerheit, die in diesem Wort mitschwingen sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn unverbindlich und locker ist die Zeit zwischen dem Rauchen nie. Ist die Zeit zu lange, quengelt es wie ein kleines Kind: „Maaamiiiii ich will, ich will und zwar jeeetzt!“ Ist die Zeit dafür zu kurz dröhnt die gefürchtete Stimme: „Jetzt warte! Du kannst nicht immer alles haben!“ Weil das Kind sich von den mahnenden Worten nur schwer beeindrucken lässt und immer lauter wird, gibt der kompromissbereite Kopf dem nervenden Geschrei, um der Ruhe Willen, nach kurzer Zeit nach. Doch sobald die Zigarette im stinkenden Aschenbecher ihre letzte Ehre findet, entlarvt sich die ersehnte Ruhe als Trugschluss, denn die Stimme donnert nun umso nachdrücklicher lauthals mit Vorwürfen. Der schlaue Kopf schwört sich einmal mehr, es beim nächsten Mal besser zu machen, um den moralischen Vorwürfen zu entgehen und die Stimme zu besänftigen.&lt;br /&gt;Die Zeit zwischen dem Rauchen ist ein ständiger Machtkampf zwischen Bedürfnis und Bedenken und obwohl solange der Raucher raucht Ersteres jeden dieser Kämpfe gewinnt, werden die Bedenken immer lauter. Kein Wunder muss der Raucher sich ab und zu von diesem Stress mit einer Zigarette erholen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausdünstung, Anspannung und Abhängigkeit bedeutet die Zeit zwischen der Zigarette. Jede für sich vereint alle drei dieser Laster, da gibt es keine Wahl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Interessant ist vor allem die Vielfalt der Argumente, die der Kopf immer wieder findet, um der mahnenden Stimme zu entgehen, lustig ist, wie schnell er sein Vorsatz zur Mässigung entwerten kann, wie einfach er sein eigenes Urteil als unzurechnungsfähig erklärt, um dem Quängeln nachgeben zu dürfen. Würde die Zeit zwischen dem Rauchen sich auf ein Leben ohne funktionsfähige Lunge beschränken, könnte ich damit leben. Nicht leben kann ich aber mit der Unfreiheit, die der Wille zum Rauchen mit sich schleppt, die gedankliche Abhängigkeit ist des Rauchens wahres Laster. Wenn man als Raucher auch zwischen den einzelnen Zigaretten Luft zum Leben hätte, könnte ich wirklich atmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So sitze ich nun da und beende mit diesem Text auch endlich meine Zeit als Raucherin und vor allem die Zeit dazwischen. Obwohl ich mir seit dem Tag, an dem ich meine erste Zigarette mehr gekeucht als genossen habe, schwor, dieser Last so bald als möglich ein Ende zu setzten, habe ich es, abgesehen von einer längeren Abstinenzzeit, geschlagene acht Jahre für unmöglich gehalten. In einigen Stunden, genauer etwa zehn Sekunden nach meinem Erwachen, werden über meine Entschlossenheit die ersten Zweifel laut, ich werde mir vorgaukeln, dass ein Tag mehr oder weniger auch keine Welten mehr trennt, ich werde mit dem Gedanken spielen nur noch die aller letzte Zigarette zu geniessen. Nach einigen Tagen werde ich wegen meinen Aggressionsschüben beinahe resignieren, diese überstanden beginne ich die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, wieder einmal zu sehen wie es schmeckt, weil ich davon überzeugt sein werde, dass eine einige Zigarette doch gar nichts macht. Kurze Augenblicke werden auftreten, in denn ich unbewusst die Zigarette als den nächsten Lichtblick empfinde und sobald ich begreife, warum mich gerade ein so erleichterndes Gefühl gepackt hat, entpuppt sich der ersehnte Lichtblick als sadistisches Luftschloss. Vergleichbar mit den Sekunden nach dem Erwachen aus einem wunderbaren Traum, der eben nur ein Traum war. Das Problem ist nicht die körperliche Abhängigkeit, sondern die verdammte Konditionierung!&lt;br /&gt;Ich bin gespannt auf die Tricks, die mein Kopf diesmal zu bieten hat, doch bin ich auch vorbereitet, meinen Kopf in den nächsten Tagen als einen fremden Auswuchs zu ignorieren.&lt;br /&gt;Ja, ich werde sie vermissen, die intensiven Momente der Zweisamkeit. Doch ich weiss der Tag, auch wenn er noch mehrere Wochen entfernt ist, doch er wird kommen, der Tag, an dem das Bedürfnis nach der Zigarette schweigt und es nichts mehr zu entbehren gibt. Good luck. Ready to sleep.&lt;br /&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-7308945004400181695?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/7308945004400181695/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/09/luft-zum-leben.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/7308945004400181695'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/7308945004400181695'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/09/luft-zum-leben.html' title='LUFT ZUM LEBEN -Abschied vom blauen Dunst'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-8319904061412561948</id><published>2009-09-04T22:22:00.000+02:00</published><updated>2009-09-04T22:29:45.373+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Posts'/><title type='text'>Beziehungskonstrukte: wenn der Mensch weiss, was ihn glücklich macht</title><content type='html'>Wenn man einen Menschen nicht braucht, weil man ihn liebt, sondern ihn liebt weil man ihn braucht, wäre die sogenannte Liebe mit Eigenwertkompensation oder Marktwertsteigerung treffender beschrieben. -Wieder einmal im Konjunktiv, weil die Mittel sich Ersteres glaubhaft zu machen, wo wahrhaftig Letzteres der Fall ist, unerschöpflich sind und daher für Betroffene die Differenzierung der beiden Fälle verunmöglicht wird, trotz ihres enormen Wertunterschieds.&lt;br /&gt;Der Sinn einer partnerschaftlichen Beziehung verlagert sich unter dieser Voraussetzung von der angestrebten bedingungslosen Bejahung seines Gegenübers zu der Absicherung, nicht ohne Absprache verlassen zu werden. Das Konstrukt Liebe reiht sich mit dieser Reduktion nahtlos an die Institutionen, die das menschliche Sicherheitsbedürfnis befriedigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An einigen einfachen und, so glaube ich, pauschalisierbaren Beispielen lässt sich zeigen, dass diese Gedanken begründbar sind und nicht (nur -man muss schliesslich die freudsche Verneinung beachten ) dem Trotz entspringen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gemeinsam verbrachte Jahre erfüllen einen mit Stolz, als ob es sich um eine Leistung handle, statt mit Geborgenheit, die aus einem natürlichen Miteinander entsteht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man erwartet Überraschungen, zumindest von Zeit zu Zeit. Dass eine erwartete Überraschung in sich selbst zerfällt, ist die logische Konsequenz. Ihr emotionaler Effekt ist im besten Falle der einer erfüllten Erwartung, was oft gar nicht wahrgenommen wird, ansonsten können erwartete Überraschungen nur scheitern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Wunsch, vom Partner als Mittelpunkt seines Lebens gesehen zu werden, kommt auf, was ebenfalls kontrovers wirkt, sobald man sich bewusst wird, dass dieser Wunsch auf Gegenseitigkeit beruht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besonders Frauen neigen dazu, sich jeden Wunsch von den Augen ablesen lassen zu wollen. Mit dieser Neigung werden Ansprüche an den Partner gestellt, die oft sogar die eigenen Kompetenzen überschreiten, da der Mensch (die Frau) selten Klarheit über seine Wünsche hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz: Wo ICH war, soll ER werden, im aggressiveren Fall gar umgekehrt. (Sinngemäss auf beide Geschlechter anwendbar.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stosse mich an diesem Konstrukt hauptsächlich, weil es so engen Rahmenbedingungen unterworfen ist und im Praktischen überhaupt nicht mit unserer Idee der romantischen Liebe vereinbar ist.&lt;br /&gt;Man kann das freudsche Extrem betrachten, dessen Analyse besagt, dass der Mensch durch libidinöse Bindungen an den anders geschlechtlichen Elternteil an zwei spezifische Partnertypen gebunden ist. Doch muss man nicht einmal Freuds Theorie für wahr nehmen, damit eine solche Einschränkung eintritt, denn die normativen Schranken, die wir der Partnerwahl und der Beziehung selbst auferlegen, führen etwa zum selben Effekt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So weiss jeder Mensch für sich, wie der Partner und die Beziehung zu sein haben, damit er glücklich wird. (Dies ist schliesslich das eigentliche Ziel.) Man hat ein genaues Bild davon, wie es sein sollte, hat konkrete Vorstellung darüber, wer der passende Partner ist, man stellt zahlreiche Erwartungen an Person und Situation, von denen man nicht einmal bemerkt, dass es welche sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch seit wann weiss der Mensch so genau, was ihn glücklich macht?&lt;br /&gt;Daher meine Zweifel über die Ehrlichkeit der Institution Beziehung und zugleich auch über deren Sinn.&lt;br /&gt;Wie kann (das was) Liebe (sein sollte,) entstehen, wenn wir nicht offen sind für das wahrhaftige Wesen des Gegenübers, sondern sein Denken, sein Handeln und sein Fühlen solange in unsere Schablonen von Vorstellungen, Wünschen und Erwartungshaltungen pressen, bis vom Ursprung nichts mehr übrig bleibt.&lt;br /&gt;Das Gravierendste aber ist, dass wir emotional daran haften und uns mit Eifersucht oder Angst beladen, wenn wir gedanklich die Grenzen der Erwartungen übertreten und mit Enttäuschung, Wut oder Aggression reagieren, wenn in der Tat unsere Illusionen zerstört werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will natürlich die nahrhafte Seite, die des absoluten Glückgefühls, die ebenfalls Teil einer Beziehung ist, nicht ausser Acht lassen. Doch selbst diese Seite bekommt einen klebrig-bitteren Nachgeschmack, wenn man bedenkt, dass sie sich aus Momenten nährt, in denen man glaubt, man stehe im Mittelpunkt eines anderen Lebens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht ist es zukünftig besser als Nicht-Betroffene Beziehungskrisengespärche zu lassen, damit solche Ansichten vermieden werden können.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-8319904061412561948?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/8319904061412561948/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/09/beziehungskonstrukte-wenn-der-mensch.html#comment-form' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/8319904061412561948'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/8319904061412561948'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/09/beziehungskonstrukte-wenn-der-mensch.html' title='Beziehungskonstrukte: wenn der Mensch weiss, was ihn glücklich macht'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-2969431524019495221</id><published>2009-08-27T14:08:00.000+02:00</published><updated>2009-08-27T14:25:35.356+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='culture guide'/><title type='text'>Culture guide: Besuch im Yad Vashem - Holocaust Museum Israel</title><content type='html'>Was sich nicht von bisher Gesehenem unterscheidet, ist die Konzentration von Fakten und Zahlen, die Bilder von Deportationen, Lagern und Menschen, ausgestellte Gegenstände, Gemälde, Briefe und Filme über Hitlers Machtübernahme, den Verlauf des Krieges, die Judenfrage und deren Endlösung. Wodurch sich das Yad Vasehm von bisher Gesehenem klar separiert, ist das scheinbare Happy End der Tragik: Die Proklamation des Staates Israel durch Ben Gurion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Fragen, die Israels Juden beschäftigen:&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wo war Gott in dieser Zeit?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum ausgerechnet die Juden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;War der Holocaust ein einmaliges Ereignis?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was trieb die Deutschen zu dieser Grausamkeit?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Und Antworten, die Israels Fachleute darauf haben:&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;„God is not responsible for fight, he’s responsible for what you do with it.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während bei uns im Geschichtsunterricht versucht wurde (wie das heute so üblich ist) Hitler von seiner absoluten Macht und somit der absoluten Verantwortlichkeit am Holocaust freizusprechen, ist für Israeli klar, dass Hitler der Drahtzieher war, der das Volk kontrollierte und es ohne ihn nie zur Endlösung gekommen wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Juden brachten der Menschheit das Geschenk der Menschlichkeit in Form der zehn Gebote, des Werts der monotheistischen Religion und vielen weiteren Grundprinzipien. Hingegen haben die Deutschen nicht mehr als den Hang zum Gehorsam und zur Strenge im Blut, was Eifersucht und Hass schürt, die Vorbedingungen des Geschehenen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz: Was durchschimmert in all den Antworten auf diese Fragen, ist der Versuch, den Holocaust als Ausrutscher der Geschichte zu erklären, von einigen wenigen stupiden Menschen verursacht, ein dummer Zufall und keines Falls das jüdische Schicksal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Yad Vashem unterscheidet sich von allen anderen Holocaust Museen aber hauptsächlich in dem Punkt, dass man von Juden umgeben ist, während man all dies aufsaugt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und man vielleicht beginnt zu verstehen, warum es ihr Glaube ist, der Mittelpunkt der Welt, das auserwählte Folk zu sein. Israel ist ihr einziger Kuchen und wie aus kindlichem Trotz will jeder davon ein Stückchen haben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-2969431524019495221?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/2969431524019495221/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/08/culture-guide-besuch-im-yad-vashem.html#comment-form' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/2969431524019495221'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/2969431524019495221'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/08/culture-guide-besuch-im-yad-vashem.html' title='Culture guide: Besuch im Yad Vashem - Holocaust Museum Israel'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-9172270783250365367</id><published>2009-08-27T13:57:00.000+02:00</published><updated>2009-08-27T14:08:00.685+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Posts'/><title type='text'>Wäschetrockner - eine Erfindung der Schweiz</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/SpZ07fN2QuI/AAAAAAAAAB8/pfACKqJscSU/s1600-h/PICT0284_waesche.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 244px; FLOAT: left; HEIGHT: 180px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5374611770653950690" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/SpZ07fN2QuI/AAAAAAAAAB8/pfACKqJscSU/s320/PICT0284_waesche.jpg" /&gt;&lt;/a&gt; Ich liebe das Bild von Wäsche, die an den Hausmauern entlang aufgespannt und bereit ist, von der Sonne getrocknet zu werden, wahrscheinlich deshalb so sehr, weil man es in der Schweiz so selten zu sehen bekommt.&lt;br /&gt;Seit längerer Zeit brauchen wir die Sonne für diesen Prozess nicht mehr, sondern bedienen uns den Wäschetrocknern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum man glauben könnte, diese wären einzig für die Schweizer Bevölkerung erfunden worden:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Klima in der Schweiz ist schlicht zu kalt. Bedingt durch Wetter und Mensch. Wäsche ist Privatsphäre und nicht ein Ausstellungsobjekt. Niemand hängt freiwillig sein Innerstes an einen Faden vor die Haustüre, wir bleiben damit im Verborgenen, ziehen uns in den Keller zurück, der zweckgemäss warm gelüftet wird und gehen davon aus, dass der Effekt derselbe sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nebenbei ergibt sich dadurch ein unschlagbarer Vorteil des schweizerischen Wetters: Es hat Unterhaltungswert. Wir können uns tatsächlich über das Wetter unterhalten, weil man nie weiss, was der Tag für Wetter mit sich bringt. Die Chance, dass das Wetter morgen noch gleich ist wie heute, liegt in der Schweiz bei nur 60%, weil im Durchschnitt das Wetter alle 3 Tage umschlägt und mit dem Wetter auch unsere Tagespläne und unser Gemüt. Unser Wetter-Talk ist also gar nicht so banal, wie wir zu denken glauben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zusätzlich sieht man an dem häufigen Gebrauch von Wäschetrocknern aber auch, wofür die schweizerische Zeit als vergeudet investiert angesehen wird. Nämlich in existentielle Dinge, das Aufhängen der einzelnen Kleidungsstücke, die uns tagtäglich begleiten. Die schweizerische Zeit ist mit dem Studium der aktuellen Sonderangebote besser genutzt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-9172270783250365367?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/9172270783250365367/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/08/waschetrockner-eine-erfindung-der.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/9172270783250365367'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/9172270783250365367'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/08/waschetrockner-eine-erfindung-der.html' title='Wäschetrockner - eine Erfindung der Schweiz'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/SpZ07fN2QuI/AAAAAAAAAB8/pfACKqJscSU/s72-c/PICT0284_waesche.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-5340526469590365991</id><published>2009-08-01T01:03:00.000+02:00</published><updated>2009-08-01T01:21:33.746+02:00</updated><title type='text'>Feuerwerk der Verantwortung</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/SnN656pTRBI/AAAAAAAAABs/61aMguAYcO0/s1600-h/feuerwerk.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 320px; FLOAT: right; HEIGHT: 240px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5364766716542010386" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/SnN656pTRBI/AAAAAAAAABs/61aMguAYcO0/s320/feuerwerk.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;-Oder eine andere &lt;a href="http://phwampfler.blogspot.com/2009/07/taxifahren-oder-die-grosse-metapher.html"&gt;Metapher unserer Zeit&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Stunden der Langeweile, Stunden des Beine in den Bauch Stehen, Stunden des Wartens. Doch während diesen Stunden des Feuerwerkverkaufs kann man doch einiges beobachten, das zu bloggen sich lohnt. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;1. Sind Batterien, also kleine Feuerwerkkombinationen, dieses Jahr im Trend, was erstaunlicherweise schon am 25.Juli bekannt gemacht werden konnte. Dies kann ich nur bestätigen, alles ausverkauft. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;2. Kann man Feuerwerk &lt;em&gt;nur&lt;/em&gt; „schön“ finden, denn alle anderen Wörter wie anregend, idyllisch, ansehnlich, faszinierend, reizvoll, geschmackvoll, o.ä. durch die man das Schwammwort schön zu ersetzten versucht, beschreiben das Feuerwerk wirkungslos.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;3. Locken rot-orange leuchtende Aktionspreise selbst –man schämt sich, es zu glauben – bei Feuerwerk. (Man staune: es sind dieselben wie im letzten Jahr.) &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Kunden denken nun mal anders und Schweizer denken gar nicht, wenn es um die jährliche Investition Feuerwerk geht, was sich darin äussert&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;dass wir unsere Kinder darauf konditionieren Feuerwerk „schön“ zu finden, &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;dass wir uns danach verantwortlich fühlen, die Gelüste unserer Kinder mit Verboten zu zügeln &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;und dass am Ende die Kinder wieder als Rechtfertigung für unseren Feuerwerkkauf fungieren!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;„Chind findets ebe scho no lässig.“ &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;„Wennd Chind hesch, muesch halt eifach öppis chaufe.“ &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Solche Aussagen stehen in starkem Kontrast zu Szenen, in denen Väter ihren Kindern Feuerwerk aufschwatzten, es sie aber aus dem eigenen Sack bezahlen liessen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Wer will jetzt was und wer wirkt auf wen? Sind nun die zum Quängeln getriebenen Kinder, die nachgiebigen Eltern, die manipulativen Verkäufer(innen) oder die gierigen Hersteller verantwortlich dafür, dass Tausende von Franken für etwas ausgegeben werden, das man nur schön finden kann, wobei niemand den Eindruck hinterlassen möchte, dies auch wirklich zu wollen??&lt;br /&gt;Feuerwerk zieht uns das Geld aus der Tasche, verschmutzt Wiesen und Wälder, zieht Verletzungs- und Brandgefahr mit sich, doch nehmen wir dies alles in Kauf, weil es einfach schön ist, weil es einfach dazu gehört, weil es zumindest eine kleine Zeitspanne einfach Spass macht. Und jeder meint für die anderen, nicht für sich selbst zu kaufen.&lt;br /&gt;Doch mit dem Feuerwerk ist auch die Frage der ursprünglichen Verantwortung einfach in der Luft verpufft. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-5340526469590365991?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/5340526469590365991/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/07/feuerwerk-der-verantwortung.html#comment-form' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/5340526469590365991'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/5340526469590365991'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/07/feuerwerk-der-verantwortung.html' title='Feuerwerk der Verantwortung'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/SnN656pTRBI/AAAAAAAAABs/61aMguAYcO0/s72-c/feuerwerk.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-2836367428495738555</id><published>2009-07-21T01:40:00.000+02:00</published><updated>2009-07-21T20:48:20.890+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='literarische Texte'/><title type='text'>literarische Texte: Sicherheit</title><content type='html'>literarische Texte: Sicherheit&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;,,(...) Er selber nämlich, das ist es, fühlt sich durchaus frei: wie jeder sich frei fühlt in jeder Gesellschaft, die seinen Vorteil schützt, so dass er mit ihr einverstanden ist."&lt;br /&gt;Max Frisch&lt;br /&gt;Tagebuch 1946-1949, S.179&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;,,(...) wer weiss, wo sie jetzt waren, wer weiss, ob nicht auch sie eingesehen hatten, dass man das, was man nachts redet, nur redet, weil man es am Tag nicht vollbringen kann: warscheinlich hatte jeder Einzelne den gleichen Verrat begangen wie er, jeder für sich still und praktisch, einen Messerschnitt, mit dem die Vernunft die Jugend abtrennte vom Leib seines Leben, so dass sie zurückblieb, sich auflöste und Erinnerung wurde, Traumnahrung für ein ganzes Leben."&lt;br /&gt;Martin Walser&lt;br /&gt;Ehen in Philippsburg, S.62&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-2836367428495738555?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/2836367428495738555/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/07/literarische-texte-sicherheit.html#comment-form' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/2836367428495738555'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/2836367428495738555'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/07/literarische-texte-sicherheit.html' title='literarische Texte: Sicherheit'/><author><name>Sobre</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_rln9aW-EaYM/Slj7k2wtkHI/AAAAAAAAAAU/TdCI7s76ZIA/S220/n638505989_1391112_1765.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-1112718156830715871</id><published>2009-07-20T20:51:00.000+02:00</published><updated>2009-07-20T21:12:28.545+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='culture guide'/><title type='text'>culture guide: Spiegel Spezial</title><content type='html'>Krisenkinder: Eine Generation, die keine sein will.&lt;br /&gt;Krisenkinder, Pragmatiker, Praktikums Generation ohne Zukunftsaussicht, am Rande der Verzweiflung, nahe des Absprungs -der Letzte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keine Worte konnten bis anhin unsere Generation so treffend beschreiben. Der Artikel lässt Hoffnung und Zuversicht im Raum zergehen, zeigt uns, wie die Welt jenseits der Sicherheit aussieht: Wir haben sie vor uns.&lt;br /&gt;Dennoch eröffnet der Artikel unserem Gefühlsbrei ein neues Potential, das der Legitimation. Wir sind Krisenkinder (Bildungskrise, Terrorkrise, Wirtschaftskrise...) und dürfen Angst haben, müssen es sogar, es wird das prägende Gefühl unseres Lebenslaufs sein. Darauf werden wir zurück blicken, wenn wir es geschafft haben - oder gescheitert sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ergänzend lässt sich zum Artikel sagen, dass Angst, die die Generationen prägt durchaus keine neue Erscheinung ist, man denke an Kriegszeiten, vor allem die Zeit des Kalten Krieges zurück. Und dennoch unterscheidet sich die heutige Bedeutung der Angst zur früheren dadurch, dass nicht mehr Breschnew und Kennedy den Finger auf dem roten Knopf haben, sondern jeder selbst. Nicht die ganze Welt geht unter, sondern nur die, die nicht schwimmen können. In seiner Existenz zu scheitern: heute kein Problem mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Spiegel Spezial, momentan am Kiosk für 13 Franken.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-1112718156830715871?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/1112718156830715871/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/07/culture-guide-spiegel-spezial.html#comment-form' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/1112718156830715871'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/1112718156830715871'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/07/culture-guide-spiegel-spezial.html' title='culture guide: Spiegel Spezial'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-8513752132229460610</id><published>2009-07-20T13:00:00.000+02:00</published><updated>2009-07-20T21:12:47.129+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Posts'/><title type='text'>Jenseits der Sicherheit</title><content type='html'>Eigenartig&lt;br /&gt;wie das Wort eigenartig&lt;br /&gt;es fast als fremdartig hinstellt,&lt;br /&gt;eine eigene Art zu haben.&lt;br /&gt;Erich Fried&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und: das Streben (nach mehr) als anthropologische Grundkonstante? Und wenn aufgrund des Millieus nicht möglich, verschiebt sich dieses Bedürfnis in die Phantasie. Kommt überraschenderweise eine reale Möglichkeit auf, wird sie ergriffen, auch mittels Gewalt.&lt;br /&gt;Und: Genügsamkeit nicht als Stillstand verstehen (logisch), aber eben doch nicht.&lt;br /&gt;Und: Durch welche Gruppen entsteht eine neue Dynamik in einer Gesellschaft?&lt;br /&gt;Durch die Dichter/Schriftsteller, die Werber und die Jungen. (Ergebnis einer Studie)&lt;br /&gt;Bei den Intellektuellen fehlen grosse Namen, öffentliche Stellungsnahmen, die Debatte im Tagesanzeiger vor einigen Monaten zeigte, dass die meisten sich auch nicht in dieser Rolle sehen, denn: worauf mit dem Finger zeigen, dass nicht ein reines Abstraktum ist? (Konformität als Beistpiel)&lt;br /&gt;Die Werber: wecken stetig neue Bedürfnisse, rein Materielle, versteht sich... Konsum, ein Mittel der Zerstreuung, gegen Langeweile, füllt die Leere, stopft das Loch...&lt;br /&gt;Die Jungen: Wo sind sie? (Spiegel extra...)&lt;br /&gt;Begreifen sich als Ur-individuell, waren aber wohl noch nie so homogen wie heute (Vermutung und generalisiert)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, das so meine Gedanken, wie gewohnt fehlt jegliche Stringenz, aber das regt den Geist ungemein an...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-8513752132229460610?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/8513752132229460610/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/07/jenseits-der-sicherheit.html#comment-form' title='10 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/8513752132229460610'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/8513752132229460610'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/07/jenseits-der-sicherheit.html' title='Jenseits der Sicherheit'/><author><name>Sobre</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='31' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_rln9aW-EaYM/Slj7k2wtkHI/AAAAAAAAAAU/TdCI7s76ZIA/S220/n638505989_1391112_1765.jpg'/></author><thr:total>10</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-4016547029701664995</id><published>2009-07-18T17:05:00.000+02:00</published><updated>2009-07-18T17:35:57.509+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='culture guide'/><title type='text'>culture guide: Walz with Bashir</title><content type='html'>Überzeugt! Thematisiert einerseits die Absurdität des Krieges und die Verantwortung des einzelnen Soldaten, zeigt durch seine Machart vor allem aber auch den verwirrenden Charakter von Erinnerung und Traum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einmal mehr wirft ein Film die Frage auf: Warum Krieg?, doch Freuds Antwort ist der Überzeugung in diesem Falle machtlos. Wo die Welt als etwas vollkommen Surreales wahrgenommen wird, bleibt auch die Handlung ohne Effekt. Die Angst ist das einzige Gefühl, das bis zum Bewusstsein der Verantwortlichen durchdringt, mit Grausamkeit und Destruktivität wird es zum Schweigen gebracht.&lt;br /&gt;Hat er abgedrückt? Da diese Frage offen bleibt, wird um so mehr das Zufällige der Grausamkeiten gezeigt. Weder die Vorgeschichte, noch der Charakter des Protagonisten lassen auf seine Handlungen und noch weniger auf dessen Neigungen schliessen. Etwas Verständnis kommt auf, wenn man die aktuellen Geständnisse aus dem Lande Israel hört.&lt;br /&gt;Am Ende ist nur eines klar: was geschah, ist Realität und lässt sich nicht rückgängig machen. Nicht für die Menschheitsgeschichte und auch nicht für die einzelne Biographie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf DVD bei mir ausleihbar.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-4016547029701664995?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/4016547029701664995/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/07/culture-guide-walz-with-bashir.html#comment-form' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/4016547029701664995'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/4016547029701664995'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/07/culture-guide-walz-with-bashir.html' title='culture guide: Walz with Bashir'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4078636866609300199.post-4047779175205930379</id><published>2009-07-10T16:32:00.000+02:00</published><updated>2009-07-18T17:32:30.977+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Posts'/><title type='text'>Der grausame Charakter</title><content type='html'>Ein Artikel mit dieser Überschrift erschien heute im Kulturbund des TAs. Der Soziologe, Philosoph und Politikwissenschaftler &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Sofsky"&gt;Wolfgang Sofsky &lt;/a&gt;beschreibt darin die Erscheinung der Grausamkeit, die für ihn kein von den historischen Umständen abhängiges Phänomen darstellt, sondern, wie könnte es auch anders sein: eine anthropologische Konstante.&lt;br /&gt;Kreativität, Hochmut, Untertänigkeit (wie auch immer er dies genau meint) und Feigheit determinieren den Menschen zur grausamen Destruktivität, wobei es allein um deren Selbstzweck, also um die Freude an ihr geht, so Sofsky. Ein weiterer Abschnitt besagt jedoch:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„In der Horde fühlen sich die Feiglinge stark. Hier ersetzt brutale Körperkraft die fehlende Willenskraft. Einmal im Leben wollen sie den Festtag geniessen, da sie ihre ängstliche Existenz hinter sich gelassen haben. Sorge nach Sicherheit veranlasst auch den furchtsamen Despoten zu Akten der Barbarei.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuerst einmal möchte ich vorne weg nehmen, dass ich diese Argumentationsschiene aus mehreren Gründen satt habe:&lt;br /&gt;1. Den Menschen als anthropologisch destruktiv abzutun, führt zu nichts.&lt;br /&gt;2. Unser aktuelles Gewaltproblem zu „lösen“, indem man es als unüberwindbar erklärt,&lt;br /&gt;erscheint mir zu bequem.&lt;br /&gt;3. Die Befürworter dieser Theorie bedienen sich immer denselben Beobachtungen, die schon&lt;br /&gt;lange durchgekaut und wieder ausgespuckt sind, bis sie sich am Ende selber&lt;br /&gt;widersprechen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kann es wirklich sein, dass uns der Status quo so eingenommen hat, dass wir das Bild dieser Zeit als anthropologische Konstante erklären wollen, nur um wieder Ruhe zu finden in der ganzen Aufregung und Angst? Damit wir versauern können in unserer Passivität, um unser Entsetzten in Grenzen zu halten und nicht uns selbst und unsere Zeit in Frage stellen zu müssen, damit wir der Situation mit vollkommener Gleichgültigkeit entgegnen können?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei etläutert Sofsky selbst, dass der Mensch aus Suche nach Sicherheit zu dieser Grausamkeit getrieben werden kann, schrieb ein ganzes Werk über &lt;em&gt;das Prinzip Sicherheit,&lt;/em&gt; womit die Grausamkeit nicht allein mehr Selbstzweck ist, sondern der Ausweg aus der Angst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Stichwort Sicherheit klingelts im Ohr:&lt;br /&gt;Wie schon öfters landen wir bei Freud. Die Kultur als Gerüst der Sicherheit auf Kosten unserer persönlichen Freiheit und uneingeschränkten Triebbefriedigung. Wenn nun dieses Gerüst ins Wanken kommt, auf uns herab zu stürzen droht und dies, obwohl wir so viele unserer potentiellen Glücksmomente für dieses aufgegeben haben, ist es da nicht nachvollziehbar, dass Menschen grausam werden? Ja vielleicht empfindet der Mensch in gewissen Momenten der Destruktivität sogar Lust oder es scheint ihm, als öffne sich ein Ventil durch das man Dampf ablassen könnte, doch was hat sich hinter dem Ventil alles angestaut? Der Titel beschreibt das Phänomen korrekt: Es handelt sich um einen grausamen &lt;em&gt;Charakter&lt;/em&gt;. Ein solcher aber ist, wie wir das heute verstehen, individuell, kulturell und gesellschaftlich geprägt, mit genetischen Faktoren, die dessen Enwicklung beeinflussen können. Nicht aber sehen wir einen Charakter als Produkt einer philogenetischen Entwicklung und schon gar nicht als Teil einer Konstante.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von so vielen "natürlichen" Dingen konnten wir uns (erfolgreich) entfremden. Selbst meine Katze gibt sich mit getrockneten Crackers zufrieden, steht auf Schnüre statt Mäuse und schläft ausschliesslich auf Plüsch. Obwohl distanziert betrachtet, die Entfernung der Katze von ihrer Natur absolut grotesk und absurd ist, erreicht sie noch lange nicht den Grad der Entfremdung, welcher der Mensch erreicht hat. Alles konnten wir überwinden, nur unsere Destruktvität nicht? Für mich ist diese Argumentation schlicht zu einfach. Er zeigt eine Resigantion dem aktuellen Leben gegenüber, statt dass wir diesem den Kampf ansagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hiermit die Überleitung zu einer meiner &lt;a href="http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941"&gt;Grundfragen&lt;/a&gt;: Gibt es ein Leben jenseits der Sicherheit? Treffe ich dort auf das absolute Glück (Freud), das reine Chaos (Arnold Gehlen) auf das rein Gute (Rousseau) oder auf die nackte Gewalt (Hobbes) oder gar pure Grausamkeit? (Sofsky)&lt;br /&gt;Ich bin dafür, es auszuprobieren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4078636866609300199-4047779175205930379?l=zeitgenossinnen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/feeds/4047779175205930379/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/07/der-grausame-charakter.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/4047779175205930379'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4078636866609300199/posts/default/4047779175205930379'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://zeitgenossinnen.blogspot.com/2009/07/der-grausame-charakter.html' title='Der grausame Charakter'/><author><name>Michaela</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14642780589160551941</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='18' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_2A9Vfzy7p50/TH4r-IgnunI/AAAAAAAAAD0/8RixPtI4XOE/S220/Blog+001.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
