Dienstag, 15. Dezember 2009

I han es Zündhölzli azündt...

Gerne wäre die Schweiz eine Insel, die sich mitten im Sturm rettend vor den Hilfesuchenden auftut. In Wirklichkeit aber entspricht sie mehr einer Fatamorgana, deren rettende Hoffnung im Nichts verpufft, sobald man sich ihr nähert. Denn noch immer hat die Schweiz ihre kleinkindliche Phase des Fremdelns nicht überwunden, noch immer ist sie durch ihre inzestuöse Bindungen an die Märchen und Mythen, die sie umgeben, gebunden. Noch immer ist die Schweiz, warum sie 1291 geschaffen wurde: ein Land aus einem unangenehmen Bedürfnis heraus: Angst. Wir schwammen ganz allein von Kriegen davon, die Schweiz entkam der roten Invasion und jetzt müssen wir uns auch noch vor dem Minarett-Terrorismus in Sicherheit bringen.
Wir können nachts nicht schlafen, weil wir fest daran glauben, dass unter dem Bett ein böses Monster auf uns lauert und uns fressen will. Wir glauben, indem wir nur Angst haben, das Monster fern zu halten, denn dieses riecht unsere Angst und wird sich, davon eingeschüchtert, geradewegs verziehen.

Wovor fürchten wir uns?

Wir haben Kulturen gefressen und gefressen und gefressen und sind noch immer dabei. Zig Länder wurden im Namen Europas christianisiert, wir haben der ganzen Welt die Liebe zum Kapitalismus gelehrt, brachten unsere Kultur in das Wohnzimmer der geographisch entferntesten Länder -dem Fernseher sei Dank- und heute fürchten wir uns, von all unseren Gaben auch nur den kleinsten Teil zurück zu nehmen. Ist das Arroganz? Egoismus? Gar Hochmut? Mehr Grossgesinntheit, wenn ich bitten darf!

Worum geht es uns?

Den einen geht es tatsächlich um Minarette. Sie wollen nicht mit dem Auto durch die Schweiz fahren und nur noch Türme mit Halbmonden sehen. Der Intelligenzgrad dieser Aussage lässt zweifeln, ob diese überhaupt wissen, was ein Auto ist. (Ironie, dass der Wortlaut von Mister Schweiz Renzo Blumentopf stammt.)

Den anderen geht es um die Unterdrückung der Frau. Sie wollen nicht ein Symbol der Macht gestatten, das einer Religion angehört, die die Frauen klar unterdrückt.

Vielleicht erinnert sie das zu stark an alte Zeiten?

Vielleicht haben sie Angst, unsere Männer könnten dann auch von unbewussten Machtgelüsten gepackt werden? Es könnte ja durchaus sein, dass wir Frauen nach vierzig Jahren schon wieder genug von unserer Mitsprache haben und froh sind von der verantwortungsvollen Freiheit losgesprochen zu werden. (Politik ist eben doch zu anstrengend und nichts für die zimperliche Frau.)
So haben wir Bemitleidenden (oder sollte ich sagen Besserwisser?) auch schon alles unternommen, um diese Frauen aus ihrer Unterdrückung zu befreien, zum Beispiel einmal mit einer betroffenen Frau gesprochen, auch schon einen Kulturtreff besucht, oder ganz viele Nachbarschaftliche Beziehungen aufgebaut. Die Islamisierung ist schliesslich in einem solch bedrohlichen Stadium, dass es von kopftuchtragenden Frauen, denen wir unsere Hilfe anbieten können, nur so wimmelt.

Es könnte sein, dass unsere beiden Kulturen weiterhin unberührt nebeneinander her leben, so als sei der andere inexistent, wir uns einfach ignorieren und keine Schnittstellen aufbauen, so dass ihnen jegliches Erleben unserer Kultur verunmöglicht würde, sie, also die Minarettbenützer, sich ungehindert vermehren, immer mehr Kinder kriegen und immer im stetigen Wachstum mehrheitsfähig werden und dann, weil auch drei Generationen später, dies ist selbst im grössten science fiction Horrorszenario das Minimum der benötigten Zeit, dann könnte es sein, dass sie uns mit unseren eigenen Waffen schlagen und mit den Mitteln der Demokratie dieselbe ausser Kraft setzten und in zweihundert Jahren in der Schweiz die Herrschaft an sich gerissen haben. Das hiesse dann, adieu mit unseren wohlverdienten Goldvrenelis, Muezzingesang statt Alphorngebläse, Mezzeh statt Rösti und Kopftuch statt Tracht.

Dann könnte es sein, dass sich auf dem Bern Bundesplatz folgende Szene abspielt:

Der Bundesrat hat sich an diesem Samstag versammelt, um dem Schweizer Volk für seine tatkräftige Unterstützung für die strenge Zeit der Islamisierung zu danken. Micheline Calmy Rey erscheint hinter dem Redner Pult und trägt aus Solidarität mit den mehrheitsfähigen Islamisten eine Burka. Ungeduldig schaut sie immer wieder auf ihre Armbanduhr, denn der Ueli lässt noch immer auf sich warten, aber der kommt, seit die Kirchglocke in seiner Gemeinde vor einigen Wochen den Betrieb eingestellt hat, einfach nicht mehr pünktlich. Obwohl noch immer zu sechst, beginnt Bundesrätin Calmy Rey folgende Rede:

Schwyzervolk weiss, was es gschlagä hett und was für üses Land ufem Spiel staht. Es hät sini beschtä Chräft iigsetzt zum dur e langjährigi Offensive di bisherigi Bauschlacht unter allne Umstände zgwinne.

(Man hört einen Lautsprecher knacksen, ein kurzes Rauschen und die Arabische Übersetzung ertönt über den Platz.)

Nirgends in Europa isch d Moscheedichti so hoch, wie i de Schwyz. Wenn diejenige, wo glaubed, die islamfründlichi Basis müesse zkritisiere, settet emal so richtig Iiblick becho, i das, was die hüt alles leischtet. Mit wellere Energie, mit welem Pflichtgfühl, mit weller Liebi, si in aller Stilli ihri schwere Gebet verrichtet. Da würed üsi Kritiker nume so stuune und sogar s Muul offe vergässe. Sehr wohl bechämed sie en angeri, e höcheri Meinig vom annektierte Islam. Hüt muss die islamischi Basis gspüre, dass s ganze Schwyzer Volk hinger ihre steiht, dass es ihri Gsetz anerchennt, dass es mit ihne sypathisiert und dass mer nid, wie das früecher mal vorcho isch, verachtend über se redt oder gar d Nase rümpft. Hie u da…

(Wieder ein knacken im Lautsprecher, die Übersetzung verstummt, dafür hallt vom Minarett neben dem Bundeshaus Gebetsgesang über den ganzen Platz. Die Bundesrätin beginnt mit aller Energie zu schreien, dass auch die letzten Worte, die Zuhörer noch erreichen.)

HIÄ U DA, WIRD’S A ZARTE HÄNGE EINIGI BLATERÄÄ GÄÄÄ, DOCH SOOO SCHLIMM ISCH DAS NID!! WO ICH ZUM ERSCHTE MAL, EN SCHLEIER TREIT HAN, ISCH ES MIR NID BESSER GANGÄÄ. DAS ABER, ISCH LAAANG VERBII UND JETZT HANI AU UF DE NASE GNÜEGEND HUUT!!

(Michelines Kopf ist vor Anstrengung rot geworden. Die Zuhörer drehen sich um, man erkennt einen kleinen Mann im grauen Jackett, der mit dem Aktenkoffer unter dem Arm auf den Platz zu rennt. Es ist Ueli, hastig winkt er mit der freien Hand und schreit.)

Hallooooooo, haaaalllooooo, han eu doch gseit, ihr selled uf mit waarte mit aafangä. Hani vill verpasst? …

(Es erklingt Mani Matters Musik)

….töm …..töm…. Gottseidank dass miär diä Minarett verbote händ!

Es folgt das erlösende Ende.


Wovor genau fürchten wir uns jetzt schon wieder??
Ah genau, die singende Invasion; ich habe sie gezääählt, dass mir auch nicht eines feeehlt, an der ganzen grossen Zaaaahl, an der ganzen grossen Zaaaahl:

Am letzten Samstag ein Kopftuch am vorletzen waren es schon vier. Ah ja und die einzige Person, die in den Laden kam und kein Wort Deutschsprach, sieht verdächtig nach einer importierten Asiatin aus und hat kein Kopftuch getragen.

Und wer will, darf jetzt noch rätseln woher die Rede ursprünglich stammt.

Montag, 7. Dezember 2009

JA - Schweizerdeutsch / Schweizerdeutsch - JA



Mein Senf, der jetzt, weil mich schon fürsorgliche Anrufe erreichten, ob ich in der Tat ausgewandert sei, doch noch kommt:
Bin ich nicht, noch nicht, doch hat es mir das Schweizerdeutsch verschlagen, mein Verstand hat sich krankgeschrieben, seit einer Woche meldet mein Kopf nur noch

E R R O R


Der letzte Sonntag gleicht eher einer Meinungsumfrage, denn an einer Volksabstimmung. Es hagelt von Meinungen, die begründen, was das im Affekt gewählte JA bedeutete, was zwischen die Zeilen alles geschrieben wurde und was man jetzt glaubt lesen können. In der Erziehung hat man erkannt, wie weitreichend die negativen und wie unerreichbar die positiven Folgen von Affekthandlungen sind. Man fordert Inne zu halten, zu reden, im Notfall zu ignorieren, doch auf keinen Fall zu schlagen. Man hat es eingesehen. Zumindest in der Erziehung. In der Politik ist Handeln im Affekt nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht, so haben zu viele Schweizerinnen und Schweizer letzten Sonntag dreimal um die eigene Achse ausgeholt und mit geballter Kraft zugeschlagen.


P E N G !


und gleich nochmal:


P E N G !


Arbeitsplätze können tödlich sein.


Minarette scheinbar auch.


Meine Wangen schmerzen noch immer.


Unintelligenterweise haben die mehrheitsfähigen Idioten übersehen, dass es auf dem Abstimmungszettel nur eine Zeile gibt. Kein Platz für ein Dazwischen.
Politik hat einen Wirkungszweck, da sind Meinungen, die zum Christbaumschmuck verkommen sind, der reinen Dekoration dienen, fehl am Platz, weil da kein Platz ist. Medien als Einkaufsstrasse, wo sie sich präsentieren, die Meinungen, glänzend, fabrikneu, Massenproduktion. Man bringt sie, wohlbehütet nach Hause und hängt sie für jedermann sichtbar, an den Weihnachtsbaum, steht davor und betrachtet ihn stolz im Glauben, in ihm eine wahre Bedeutung zu erkennen.

Politik aber soll wirken, nicht schmücken. Sie erfordert Standpunkte, Ziele und Visionen nicht Empfinden, Glauben oder Reaktionen. Ich fordere die Interpretationsfreiheit aus der Verfassung zu streichen, über die Politik auf der Metaebene zu politisieren, und über ihre Funktion und Ziele neues Bewusstsein zu erlangen. Politik erfordert Verantwortung keine Meinungen, dazu gibt es Blogs. Meine Meinung.

Und noch etwas mehr davon: Schade ist der Muezzingesang der vier Minarette in der Schweiz so laut, dass er jede Diskussion über den vom neutral naiven Schweizer gutgeheissenen Kriegswaffenexport übertönt. Ich befürchte stilles Aufatmen bis stille Schadenfreude über die abgewendete Konfrontation seitens unserer Politiker.


Und gleich noch mals: Ich liebe Minarette und deren Klang und ginge es nach mir, dann lieber Ankara statt Aarau, denn die Stadt ist wunderbar.
Selbst das Römische Reich musst irgendwann untergehen, heute trauert niemand mehr darum, da muss sich unsere Reduitromantik nicht viel vormachen.

Sonntag, 22. November 2009

Mir stinkt's!

Morgens um neun steht eine alte Frau, schlecht geschätzte 80 Jahre, bei uns im Lebensmittelladen. Ich bemerke sie, weil meine Kollegin, an deren Kasse die alte Frau steht, zu würgen beginnt, das Gesicht verzieht und mich wissen lässt, obwohl allein schon ihr Ausdruck Bände spricht, dass sie sich beinahe übergeben muss. Grund: die alte Frau stinkt und zwar gewaltig. Und nicht nur das, auch ihre Haare triefen vor Fett und die Kleider scheinen seit Zeiten ungewaschen, doch die alte Frau, sie strahlt.

Ursache für den Gestank Nr.1:
Die alte Frau sieht und riecht sich selbst nicht mehr, nimmt daher nicht wahr, dass sie für ihr Umfeld solch eine Plage ist.

Ursache für den Gestank Nr.2:
Vielleicht weiss sie durchaus über ihre Ausdünstung Bescheid, ist aber körperlich nicht mehr in der Lage etwas dagegen zu unternehmen und geistig noch zu vital, um etwas dagegen machen zu lassen.

Ursache für den Gestank Nr. 3:
Unabhängig davon, warum die Frau nichts gegen ihre Ausdünstung unternimmt, ist klar, dass auch kein soziales Umfeld da ist, das dies für sie übernimmt und sie auf ihren unerträglichen Zustand aufmerksam macht. Also keine familiäre Einbindung, weder Kinder, noch Ehemann, noch Geschwister, Cousinen …, keine Kaffeklatsch-Freundinnen, kein Nachbarschaftsnetzt, keine Seniorentreffs, rein gar nichts, was sich verantwortlich fühlt, dieser alten Frau zu sagen, dass sie stinkt.

Die Vorstellung, dass sich irgendwann jedes Schwein nur noch einen solchen Scheissdreck um einen kümmert, dass man selbst zum Schwein wird, ohne es zu bemerken, ist, zumindest für mich, ganz schön beängstigend.
Die menschlichste Lösung aus diesem Desaster wäre, dass jeder einzelne wieder lernt Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen, denn wir alle sind Kinder, Neffen und Nichten, sind Nachbaren und könnten sogar Freunde sein. Die einzige Verantwortung, die wir aber heute noch tragen wollen, oder können, ist die bezahlte und so bleibt nur die Möglichkeit Sozialarbeiter für das Flicken solcher Zustände einzuspannen. Die putzen quasi den Dreck der Kapitalismusverliebten auf.

Hier eine Alternative: Es wäre zweckgemäss das Verkaufspersonal für solche Fälle zu schulen und zur Verantwortung zu ziehen, denn erstens bekommen die alles mit, da keiner ums Einkaufen kommt. Von einfachen Alkoholfahnen am frühen Morgen über blaue Flecken in Frauengesichtern oder Kinderköpfen, über Ausländerinnen, die auch nach zig Jahren noch immer einen Übersetzter für den Kaufbetrag benötigen, bis hin zu stinkenden alten Frauen und selbst mit abgewiesenen Asylsuchenden kennt sich zumindest die Migros bestens aus. Zweitens wäre dies auch eine sinnvolle Ergänzung zur Arbeit im Verkauf und schliesslich wird, wer über die Kompetenzen verfügt, einen potentiellen Dieb zu überführen, auch in der Lage sein, einer alten Frau zu vermitteln, dass sie stinkt.

Etwas weniger Arbeitsteilung dafür mehr Sinnstiftung auf mehreren Ebenen oder mehr Verpflichtung für jeden einzelnen significant caring person zu sein, was so viel heisst wie gelebte Nächstenliebe auf Postmodern und schlicht bedeutet wieder etwas mehr verantwortungsbewusste Geschwister, Kinder oder Nachbaren zu sein und vielleicht sogar Freunde zu werden. Was schlicht bedeutet sich wieder einmal über seinen Horizont hinaus zu kümmern.

Freitag, 13. November 2009

Ooohh du Fröööhlicheeeee


Die Migros macht nun offiziell, was man schon seit einiger Zeit vermuten konnte: Weihnachten ist nicht mehr länger ein Fest der Liebe, sondern das Fest der Wünsche und als ob damit Weihnachten vom Zweck nicht genug entfremdet wäre, dürfen wir diese Wünsche neuerdings auch am 26.Dezember und am 2.Januar grenzenlos befriedigen, weil jede einzelne Migros Filiale im Kanton Aargau und Solothurn an diesen Tagen geöffnet sein wird!

Die Migros erklärt, der Herr Coop sei schuld, weil der sich nicht an die getroffene Vereinbarung halte, somit sei die Migros in ihrer Opferrolle gezwungen mitzuziehen. Für ihre feiertägliche Arbeit werden die Mitarbeiter zwar dementsprechend entschädigt werden, doch ob fehlende Weihnachtserinnerungen wirklich durch Geld ersetzt werden können?
Um sachlich zu bleiben, muss ich an dieser Stelle ergänzen, dass ich weniger die armen Detailhandelsangestellten als Opfer sehe, als alle die armen Kinder, deren Eltern tatsächlich am 26.Dezember lieber einkaufen gehen, statt Besuch zu empfangen und die familiäre Zeit zu geniessen. Meine besondere Sorge geht natürlich an all jene Kinder, die an diesem Tag ihre Mutter in der Migros besuchen müssen, wenn sie etwas von ihr haben möchten.

Dennoch ist für mich durchaus nachvollziehbar, dass eine Einkaufsplanung für drei Tage in Folge einem massiven Einschnitt in die persönliche Freiheit gleichkommt und Ladenöffnungszeiten diskriminierende gesellschaftliche Strukturen darstellen, denen der Kunde sich nicht beugen darf. Und noch mehr Verständnis habe ich dafür, dass die Migros auch diesem Kundenwunsch nachkommt, da in der Tat die Möglichkeit besteht, dass die lieben Kunden sonst am Montag die Migros boykottieren und aus Trotz keine Nahrungsmittel mehr kaufen, weil sie dies schliesslich am 26.Dezember auch nicht konnten.

Kurzum: an solchen Tagen Einkaufen zu gehen offenbart, dass man entweder der sozialen Isolation entflieht, die an Weihnachten besonders schwer lastet oder dass man sich wie die Migros offiziell dazu bekennt, das Fest der Wünsche statt der Liebe zu feiern.
Ich rate davon ab, mir an diesem Tag unter die Augen zu kommen.

Montag, 2. November 2009

Wunschträume im Alter

Wunschträume im Alter stammen oft noch aus unserer Jugend, weil wir in der Zeit dazwischen vergessen haben, sie zu realisieren.



Daraus lassen sich zwei Dinge schliessen:
  1. Wunschträume sind nicht zum Realisieren gedacht, weil sie ihren Zweck (Hoffnung spenden, uns anzutreiben, Identifikation und Sinn zu stiften) auch als, oder gerade als, Phantasiegebilde erfüllen.
  2. Spätestens im Alter müssen wir an unseren Kompetenzen, ein Leben zu führen, zweifeln.

Klar ist, dass Wunschträume sicherlich auch ohne dass sie realisiert werden, einen Zweck erfüllen und uns, einfach gesagt, Gutes tun. Dennoch werden Wunschträume nicht im Bewusstsein um diesen Zweck ausgetüftelt und somit gehe ich davon aus, dass wir unsere Wunschträume gerne in die Realität übertragen würden. Warum aber reichen 40 Jahre nicht, um einen Sprung mit dem Fallschirm zu wagen, um Englisch zu lernen oder nach Paris zu reisen? Vielleicht ist es wie beim Rauchstopp: Nie scheint der Zeitpunkt zu stimmen, nie genügend Mut vorhanden zu sein, ständig sprechen irgendwelche Umstände dagegen und dennoch leben wir in der ganzjährigen Illusion, unsere Wunschträume leben zu können, wenn wir nur wollten. Nur scheinen 40 Jahre nicht zu genügen, um einmal richtig zu wollen. Passend dazu, kann man ja Aktivierung jetzt auch als Therapie geniessen, das aber gibt schon wieder mehr zu denken, als in diesen Post gehört.

So sind wir dann alt, müssen mit ansehen, wie unsere Wunschträume schon langsam am verrotten sind, lächeln etwas verlegen über uns selbst und bestärken uns in dem, was wir insgeheim schon immer gewusst haben: Nur Phantasten ergeben sich der träumerischen Magie, man selbst aber war eigentlich schon immer Vollblutrealist. Der Vollblütige begreift nur leider nicht, dass diese Überzeugung aus der mächtigsten Illusion besteht.

Sonntag, 20. September 2009

LUFT ZUM LEBEN -Abschied vom blauen Dunst

Einmal doch etwas Selbstdarstellung, weil ich glaube sie hat Unterhaltungswert. Zumindest für alle Sadisten unter euch.


Erwachen am frühen Morgen, aufstehen, Kaffee, Dusche, anziehen. Der letzte Blick zurück zum noch immer warmen, wohlriechenden Bett, das einen die ganze Nacht willkommen hiess. Wehmütig kommt ins Bewusstsein, dass der Tag gerade erst beginnt. Elf Stunden, bis man das Bett endlich wieder sehen wird. Automatisch laufen die ganzen bevorstehenden Strapazen wie ein Film vor dem inneren Auge ab, mit jedem Bild resigniert man ein bisschen mehr, klammert sich sehnsüchtig an die letzten Erinnerungen kurz vor dem Eindösen, als das Jetzt noch so fern war. An solchen Tagen, die sich im Winter häufen, trample und trotze ich hoch zur Bushaltestelle und zünde eine zünftige Zigarette an. Rauchen bedeutet Schlaf.
Für einen Moment nebelt der blaue Dunst mich ein, schliesst mich ab von der Aussenwelt, flösst das letzte bisschen Trotz in mich hinein, um dem Gräuel zu begegnen, von Angesicht zu Angesicht. Die Zeit bis zum nächsten Lichtblick rast schlagartige neun Stunden auf mich zu -denn die nächste Zigarette kommt bald.

So geht es mit vielen Momenten im Tag, einigen Abschnitten im Leben und wenige Augenblicke in der Nacht, Zeitspannen in denen ich froh bin zu rauchen. Wäre Zeit und Geld ausreichend vorhanden, würde ich es ununterbrochen tun, liesse weder Hand noch Mund davon. Weil man dem Rauchen unentwegt bedarf, wird jede Zigarette, der einen Moment der Entbehrung voraus ging, sei er auch noch so kurz gewesen, als eine Befriedigung eines hoch aufgestauten Bedürfnisses empfunden und damit als Glück.

Glück ist aber auch, wenn die Zeit, in der der Bauch knurrt, die Spaghetti zwar kochen aber noch nicht ganz al dente sind, die Neugierde und damit die Ungeduld aufs Essen zu einer unüberwindbaren Hürde heran wachsen, durch die Zigarette davor zum Verschwinden gebracht werden kann. Rauchen heisst Essen. Wie von Zauberhand ist die endloslange Zeit, die Ungeduld und der Hunger verpufft, sobald der erste Rauch den Gaumen erreicht und ihn nährt.

Wenn nichts mehr geht, die Gedanken still liegen, die Finger wahllos über die Tastatur klappern, heisst rauchen Denken. Denken ohne rauchen ist wie der Himmel ohne Sterne, erfüllt zwar den Zweck aber ohne jeden Wert. Mitten im Dunkel der durchzechten Nacht sieht man nur das Flimmern des Bildschirms und die zarte rote Glut daneben. Die Hände rasten, mit ihnen der Kopf, der Rauch strömt in den Körper und treibt die Gedanken voran. Er jagt sie vom Gehirn durch den Bauch hinaus zu den Fingern, bis sie als schwarze Schrift verpackt auf dem Bildschirm zur Ruhe kommen und wirken.
Selbst wenn ich am Abend wach im Bett liege, was sich zu allen Jahreszeiten häuft, nicht schlafen kann, weil rotierende Gedanken mich beschleunigen wie auf einem kaputten Karussell, das bald seine Pferde zu verlieren droht, ist der Gang zur Zigarette die einzige Hoffnung. Der Rauch dringt in mich ein, umzingelt die störenden Reste des Tages und frisst sie auf. Ready to sleep? Yes I am.

Beim Besuch im Kaffee beobachtet man wie aus mehreren Ecken der blaue Dunst empor steigt, dahinter finden sich Leute unter angeregten Gesprächen verborgen oder hinter Zeitungsbergen begraben. Der Rauch legt sich vor fremden Blicken schützend um sie, jeder offene Kontakt wird durch die sanfte blaue Wand unterbunden. Für sich allein, gegen den Rest der Welt, doch was sie, die Raucher, zu verstehen geben: dieser Zustand sollte niemals enden.

Rauchen ist Nahrung für die Seele, Luft für die sekundäre Atmung. Der Körper wird lahmgelegt, die Welt zum Schweigen gebracht, man hat Raum zum Rasten. Für zehn Minuten klinke ich mich aus vom Geschehen der Welt, nehme mir Zeit und kehre in mich zurück, lasse die Seele baumeln und geniesse das Leben im Abseits, der Welt zum Trotz. Rauchen meint Fühlen.

Rast, Rebellion und Resignation vereint die Zigarette in sich. Jede bestimmt für sich selbst, welchem Zweck sie dienen soll. Denken, Essen, schlafen und fühlen, Rauchen ist Luft zum Leben.

Die genüssliche Romantik wird leider immer wieder unterbrochen von der ganzen Zeit zwischen dem grauen Nebel. Zurückgekehrt ins Diesseits, werfe ich die noch halb verwertbare Zigarette zu Boden, weil der Bus, zwar verspätet, für mich aber noch immer zu früh, in die Haltestelle einfährt, quetsche mich zwischen ebenso verschlafene Menschen und zwinge sie an meiner Raucherwelt Anteil zu nehmen. Die täglichen dreissig Minuten nach der morgendlichen Dusche sind die absolut einsamen, während denen ich niemanden durch meinen aufdringlichen, beinahe eindringlichen Rauchgestank belästige. Ironischerweise sind dies auch die einzigen dreissig Minuten, in denen ich keiner Menschenseele begegne. Die verlassene anwesende Nase, meine, ist lächerlicherweise zu unsensibel, um diese Feinheit an mein Hirn weiter zu leiten.

Es gibt Abende, da wird eine Zigarette nach der anderen reingezogen. Sie jagen die netten kleinen O2 Helferchen und machen ihnen den Gar aus. Schon lange ist jedes Bedürfnis zum Rauchen zünftig vergangen, denn das Getränk ist schon seit einigen Minuten leer, der Hals ist trocken, die Kehle schreit nach Wasser, doch der Raucher greift zur nächsten Zigarette. Weil der Weg zur Lunge langsam einem Aschenbecher gleicht, kann sie sich nicht mehr wehren, lautlos stirbt sie ab, doch der Raucher bleibt tapfer. Der Kopf registriert gegen Ende des Abends bei jedem einzelnen Zug, dass die Lunge keucht und die Zigarette nur noch ein Würgegefühl verursacht und obwohl von Genuss schon lange keine Rede mehr sein kann, nicht einmal mehr Sucht ein solch wahnsinniges Verhalten erklären kann, hält der Raucher durch, bis zum letzten Zug.

Sonntag Morgen, Stress lass nach, gelobt seist du oh Kaffee und die genüssliche Zigarette dazu. Wäre an dieser Stelle noch ein Gefühl für meine Kehle vorhanden, hätte der Blick ins Tabakreservoir sich erübrigt, um nichts mehr zu finden, denn der infektiöse Halsschmerz wäre das eindeutige Indiz dafür, dass am Samstagabend wieder einmal kein Mass besessen wurde für das was gut tut und das was nahe dem Wahnsinn grenzt. Die krümelige Leere im Zigarettenpack herrscht über mich, durchbricht die hypothetische sonntägliche Ruhe und treibt mich kilometerweit zum nächsten Kiosk. Leicht gereizt raucht sich die Zigarette vor dem Kiosk wie von selbst, denn der Hals ist nach dem nächtlichen Eklat noch immer wie betäubt und schmeckt rein gar nichts.


Zigarette –allein schon dieses abscheuliche Wort konnte ich noch nie ausstehen. Nur die Abkürzung, die einen beim Aussprechen beinahe lautmalerisch an der Zunge kratzt und würgt ist noch ekelerregender und fast schon lächerlich ist die unverbindliche Lockerheit, die in diesem Wort mitschwingen sollte.

Denn unverbindlich und locker ist die Zeit zwischen dem Rauchen nie. Ist die Zeit zu lange, quengelt es wie ein kleines Kind: „Maaamiiiii ich will, ich will und zwar jeeetzt!“ Ist die Zeit dafür zu kurz dröhnt die gefürchtete Stimme: „Jetzt warte! Du kannst nicht immer alles haben!“ Weil das Kind sich von den mahnenden Worten nur schwer beeindrucken lässt und immer lauter wird, gibt der kompromissbereite Kopf dem nervenden Geschrei, um der Ruhe Willen, nach kurzer Zeit nach. Doch sobald die Zigarette im stinkenden Aschenbecher ihre letzte Ehre findet, entlarvt sich die ersehnte Ruhe als Trugschluss, denn die Stimme donnert nun umso nachdrücklicher lauthals mit Vorwürfen. Der schlaue Kopf schwört sich einmal mehr, es beim nächsten Mal besser zu machen, um den moralischen Vorwürfen zu entgehen und die Stimme zu besänftigen.
Die Zeit zwischen dem Rauchen ist ein ständiger Machtkampf zwischen Bedürfnis und Bedenken und obwohl solange der Raucher raucht Ersteres jeden dieser Kämpfe gewinnt, werden die Bedenken immer lauter. Kein Wunder muss der Raucher sich ab und zu von diesem Stress mit einer Zigarette erholen.

Ausdünstung, Anspannung und Abhängigkeit bedeutet die Zeit zwischen der Zigarette. Jede für sich vereint alle drei dieser Laster, da gibt es keine Wahl.

Interessant ist vor allem die Vielfalt der Argumente, die der Kopf immer wieder findet, um der mahnenden Stimme zu entgehen, lustig ist, wie schnell er sein Vorsatz zur Mässigung entwerten kann, wie einfach er sein eigenes Urteil als unzurechnungsfähig erklärt, um dem Quängeln nachgeben zu dürfen. Würde die Zeit zwischen dem Rauchen sich auf ein Leben ohne funktionsfähige Lunge beschränken, könnte ich damit leben. Nicht leben kann ich aber mit der Unfreiheit, die der Wille zum Rauchen mit sich schleppt, die gedankliche Abhängigkeit ist des Rauchens wahres Laster. Wenn man als Raucher auch zwischen den einzelnen Zigaretten Luft zum Leben hätte, könnte ich wirklich atmen.

So sitze ich nun da und beende mit diesem Text auch endlich meine Zeit als Raucherin und vor allem die Zeit dazwischen. Obwohl ich mir seit dem Tag, an dem ich meine erste Zigarette mehr gekeucht als genossen habe, schwor, dieser Last so bald als möglich ein Ende zu setzten, habe ich es, abgesehen von einer längeren Abstinenzzeit, geschlagene acht Jahre für unmöglich gehalten. In einigen Stunden, genauer etwa zehn Sekunden nach meinem Erwachen, werden über meine Entschlossenheit die ersten Zweifel laut, ich werde mir vorgaukeln, dass ein Tag mehr oder weniger auch keine Welten mehr trennt, ich werde mit dem Gedanken spielen nur noch die aller letzte Zigarette zu geniessen. Nach einigen Tagen werde ich wegen meinen Aggressionsschüben beinahe resignieren, diese überstanden beginne ich die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, wieder einmal zu sehen wie es schmeckt, weil ich davon überzeugt sein werde, dass eine einige Zigarette doch gar nichts macht. Kurze Augenblicke werden auftreten, in denn ich unbewusst die Zigarette als den nächsten Lichtblick empfinde und sobald ich begreife, warum mich gerade ein so erleichterndes Gefühl gepackt hat, entpuppt sich der ersehnte Lichtblick als sadistisches Luftschloss. Vergleichbar mit den Sekunden nach dem Erwachen aus einem wunderbaren Traum, der eben nur ein Traum war. Das Problem ist nicht die körperliche Abhängigkeit, sondern die verdammte Konditionierung!
Ich bin gespannt auf die Tricks, die mein Kopf diesmal zu bieten hat, doch bin ich auch vorbereitet, meinen Kopf in den nächsten Tagen als einen fremden Auswuchs zu ignorieren.
Ja, ich werde sie vermissen, die intensiven Momente der Zweisamkeit. Doch ich weiss der Tag, auch wenn er noch mehrere Wochen entfernt ist, doch er wird kommen, der Tag, an dem das Bedürfnis nach der Zigarette schweigt und es nichts mehr zu entbehren gibt. Good luck. Ready to sleep.

Freitag, 4. September 2009

Beziehungskonstrukte: wenn der Mensch weiss, was ihn glücklich macht

Wenn man einen Menschen nicht braucht, weil man ihn liebt, sondern ihn liebt weil man ihn braucht, wäre die sogenannte Liebe mit Eigenwertkompensation oder Marktwertsteigerung treffender beschrieben. -Wieder einmal im Konjunktiv, weil die Mittel sich Ersteres glaubhaft zu machen, wo wahrhaftig Letzteres der Fall ist, unerschöpflich sind und daher für Betroffene die Differenzierung der beiden Fälle verunmöglicht wird, trotz ihres enormen Wertunterschieds.
Der Sinn einer partnerschaftlichen Beziehung verlagert sich unter dieser Voraussetzung von der angestrebten bedingungslosen Bejahung seines Gegenübers zu der Absicherung, nicht ohne Absprache verlassen zu werden. Das Konstrukt Liebe reiht sich mit dieser Reduktion nahtlos an die Institutionen, die das menschliche Sicherheitsbedürfnis befriedigen.

An einigen einfachen und, so glaube ich, pauschalisierbaren Beispielen lässt sich zeigen, dass diese Gedanken begründbar sind und nicht (nur -man muss schliesslich die freudsche Verneinung beachten ) dem Trotz entspringen:

Gemeinsam verbrachte Jahre erfüllen einen mit Stolz, als ob es sich um eine Leistung handle, statt mit Geborgenheit, die aus einem natürlichen Miteinander entsteht.

Man erwartet Überraschungen, zumindest von Zeit zu Zeit. Dass eine erwartete Überraschung in sich selbst zerfällt, ist die logische Konsequenz. Ihr emotionaler Effekt ist im besten Falle der einer erfüllten Erwartung, was oft gar nicht wahrgenommen wird, ansonsten können erwartete Überraschungen nur scheitern.

Der Wunsch, vom Partner als Mittelpunkt seines Lebens gesehen zu werden, kommt auf, was ebenfalls kontrovers wirkt, sobald man sich bewusst wird, dass dieser Wunsch auf Gegenseitigkeit beruht.

Besonders Frauen neigen dazu, sich jeden Wunsch von den Augen ablesen lassen zu wollen. Mit dieser Neigung werden Ansprüche an den Partner gestellt, die oft sogar die eigenen Kompetenzen überschreiten, da der Mensch (die Frau) selten Klarheit über seine Wünsche hat.

Kurz: Wo ICH war, soll ER werden, im aggressiveren Fall gar umgekehrt. (Sinngemäss auf beide Geschlechter anwendbar.)

Ich stosse mich an diesem Konstrukt hauptsächlich, weil es so engen Rahmenbedingungen unterworfen ist und im Praktischen überhaupt nicht mit unserer Idee der romantischen Liebe vereinbar ist.
Man kann das freudsche Extrem betrachten, dessen Analyse besagt, dass der Mensch durch libidinöse Bindungen an den anders geschlechtlichen Elternteil an zwei spezifische Partnertypen gebunden ist. Doch muss man nicht einmal Freuds Theorie für wahr nehmen, damit eine solche Einschränkung eintritt, denn die normativen Schranken, die wir der Partnerwahl und der Beziehung selbst auferlegen, führen etwa zum selben Effekt.

So weiss jeder Mensch für sich, wie der Partner und die Beziehung zu sein haben, damit er glücklich wird. (Dies ist schliesslich das eigentliche Ziel.) Man hat ein genaues Bild davon, wie es sein sollte, hat konkrete Vorstellung darüber, wer der passende Partner ist, man stellt zahlreiche Erwartungen an Person und Situation, von denen man nicht einmal bemerkt, dass es welche sind.

Doch seit wann weiss der Mensch so genau, was ihn glücklich macht?
Daher meine Zweifel über die Ehrlichkeit der Institution Beziehung und zugleich auch über deren Sinn.
Wie kann (das was) Liebe (sein sollte,) entstehen, wenn wir nicht offen sind für das wahrhaftige Wesen des Gegenübers, sondern sein Denken, sein Handeln und sein Fühlen solange in unsere Schablonen von Vorstellungen, Wünschen und Erwartungshaltungen pressen, bis vom Ursprung nichts mehr übrig bleibt.
Das Gravierendste aber ist, dass wir emotional daran haften und uns mit Eifersucht oder Angst beladen, wenn wir gedanklich die Grenzen der Erwartungen übertreten und mit Enttäuschung, Wut oder Aggression reagieren, wenn in der Tat unsere Illusionen zerstört werden.

Ich will natürlich die nahrhafte Seite, die des absoluten Glückgefühls, die ebenfalls Teil einer Beziehung ist, nicht ausser Acht lassen. Doch selbst diese Seite bekommt einen klebrig-bitteren Nachgeschmack, wenn man bedenkt, dass sie sich aus Momenten nährt, in denen man glaubt, man stehe im Mittelpunkt eines anderen Lebens.

Vielleicht ist es zukünftig besser als Nicht-Betroffene Beziehungskrisengespärche zu lassen, damit solche Ansichten vermieden werden können.